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Crans (awp) - Die Aktionärsgruppe Antoine Hubert/Lincoln Vale schlägt zuhanden der ausserordentlichen GV der Genolier Swiss Medical Network SA (GSMN) ein weiteres Mitglied zur Zuwahl in den Verwaltungsrat vor. Der VR-Präsident der Synthes-Gruppe, Hansjörg Wyss, soll zusätzlich zu den bereits vorgeschlagenen Mitgliedern in den VR gewählt werden, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung von Antoine Hubert und Lincoln Vale vom Montag heisst.
Die Gruppe Hubert/Lincoln Vale hatte neben den bestehenden Verwaltungsräten Schröder und Zerkowski bereits die Zuwahl von Antoine Hubert, Raymond Loretan, Antoine Kohler (ehemalige Verwaltungsräte), Cedric George (Klinik zur Pyramide), Christian Le Dorze (Président Vitalia) und Hank Boot (Lincoln Vale) vorgeschlagen.
Hubert/Lincoln Vale geben in der heutigen Mitteilung weiter ihrer Hoffnung Ausdruck, eine einvernehmliche Lösung mit den zwei amtierenden Verwaltungsräten zu finden.
Antoine Hubert und Lincoln Vale, die gemeinsam 30% der Aktien an Genolier halten, haben sich bereits Ende Juli auf ein gemeinsames Vorgehen zur "Restabilisierung und zur Sicherstellung der erfolgreichen Fortsetzung der Wachstumsstrategie" geeinigt.
Gemäss der heutigen Mitteilung ist geplant, die Gruppe über die nächsten 2 bis 3 Jahre von heute 6 auf vorerst 10 bis 12 Kliniken auszubauen. Dabei solle die Privatspitalgruppe eine Umsatzgrösse von 350 Mio CHF erreichen. Für 2010 wird noch ein Umsatz von 200 Mio CHF in Aussicht gestellt.
Die entsprechenden Optimierungs- und Pipeline-Projekte seien vorhanden und die Kontakte mit zur Genolier-Gruppe passenden Kliniken in der ganzen Schweiz etabliert, heisst es. Ei wichtiger Partner soll in Zukunft die französische Vitalia-Gruppe sein.
Die Massnahmen, welche die Aktionärsgruppe für die Realisierung des Wachstums vorschlägt, sind Kapitalerhöhungen, welche "in jedem Fall unter der Gewährung des vollen Bezugsrechts für die bestehenden Aktionäre erfolgen". Um die Verdoppelung der heutigen Geschäftsgrösse zu erreichen und solide zu finanzieren, werde ein Mittelzufluss von rund 50 bis 60 Mio CHF angestrebt. Die entsprechenden Investitionsprojekte sollen der Generalversammlung durch den Verwaltungsrat nach seiner Wahl vorgestellt werden.
Erst am vergangenen Freitag gab es im Streit zwischen den Aktionärsgruppen von Genolier Neuigkeiten vom Waadtländer Kantonsgericht. Dieses hat die Beschränkungen zur Verwendung des bedingten und genehmigten Kapitals, die der Gesellschaft auf Antrag des früheren starken Mannes Antoine Hubert in einer superprovisorischen Verfügung auferlegt worden waren, aufgehoben.
Allerdings hat auch Hubert einen Teil-Erfolg erzielt. So hat obiges Gericht laut Hubert die Austragung seiner Stimmrechte im Aktienregister der Gesellschaft verboten. Damit sei garantiert, dass er die volle Stimmkraft seiner Beteiligung anlässlich der ausserordentlichen GV am 16. August 2010 wahrnehmen könne.
cf/ch

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