Huthi greifen Flughafen und Raffinerie in Saudi-Arabien an
Die Huthi im Jemen haben am Montag nach eigenen Angaben den internationalen Flughafen von Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, sowie eine Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco angegriffen. Die Miliz warnte, der Luftraum sei nicht sicher.
(Keystone-SDA) Die Angriffe seien eine Reaktion auf die Luftunterstützung des Königreichs für die von den jemenitischen Regierungstruppen gestartete Gegenoffensive gegen die proiranischen Kämpfer.
Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten am Montagabend bedeutende Geländegewinne in strategisch wichtigen Gebieten an der Küste des Roten Meeres. Diese hatten sie im September an die Huthi-Miliz verloren. Die von Riad geführte Koalition, die die jemenitische Regierung seit 2015 unterstützt, erklärte, sie leiste den jemenitischen Bodentruppen «rund um die Uhr Luftunterstützung».
Die Huthi-Kämpfer warnten Fluggesellschaften daraufhin, der Luftraum über Saudi-Arabien sei «nicht sicher». Davon ausgenommen seien die heiligen Städte Medina und Mekka, die sie nach eigenen Angaben nie angegriffen hätten.
Die Kämpfe zwischen den von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierungstruppen und den Huthi, die seit einem Jahrzehnt grosse Teile des Jemens kontrollieren, waren im Juli nach Jahren relativer Ruhe wieder aufgeflammt. Damit eröffnete sich eine neue Front im Krieg im Nahen Osten.