Italien hat Olympia-Beitrag an Graubünden noch nicht bezahlt
Die von der italienischen Region Lombardei zugesicherte Kostenbeteiligung am Verkehrskonzept Graubündens für die Olympischen Winterspiele 2026 ist weiterhin ausstehend. Dies geht aus dem heutigen Treffen von Bundesrat Ignazio Cassis (FDP) mit der Bündner Regierung in Soglio GR hervor.
(Keystone-SDA) Der Kanton hatte für den zusätzlichen Verkehr rund um die Wettkämpfe in Livigno und Bormio ein Verkehrskonzept umgesetzt. Graubünden verlangte hierfür von Italien rund 4 Millionen Franken als Beteiligung. Die Lombardei hatte Anfang Juli eine solche Beteiligung schriftlich zugesichert. Das Geld ist bislang jedoch nicht eingegangen. Graubünden hatte deshalb angekündigt, sich eine Verrechnung des ausstehenden Betrags mit Zahlungen an Italien vorzubehalten.
Die ausstehende Kostenbeteiligung war am Freitag erneut Thema beim politischen Austausch zwischen Cassis und der Bündner Regierung. Daneben wurden weitere grenzüberschreitende Fragen wie das Doppelbesteuerungsabkommen für Grenzgänger sowie die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Italien besprochen.
Überschattet wurde das Treffen vom schweren Carunglück im Engadin. Cassis und die Bündner Regierung gedachten der Opfer mit einer Schweigeminute. Beim Unglück zwischen Susch und Zernez waren am Donnerstagabend fünf Menschen ums Leben gekommen und weitere 40 zum Teil schwer verletzt worden.