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Tokio (awp/sda/dpa) - Japan plant vorerst keine Ausweitung der Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima. Es gebe im Moment keine sofortigen Pläne für einen solchen Schritt, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Donnerstag.
Er reagierte damit auf Empfehlungen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Diese hatte wegen der hohen Strahlenwerte im 40 Kilometer von Fukushima entfernten Iitate zur Räumung der 7000-Einwohner-Stadt geraten. Man werde ausgehend von IAEA-Daten den Boden um das AKW intensiver auf Strahlen untersuchen, sagte der Sprecher.
Einsetzender Regen zwang Tepco, den Betreiber von Fukushima 1, das Besprühen verstrahlter Trümmer mit Kunstharz zur Eindämmung von Radioaktivität auszusetzen.
Im Meer stieg die Radioaktivität weiter: Im Meerwasser nahe des Atomkraftwerks seien Jod-Partikel mit einer 4385-fach höheren Konzentration als erlaubt gemessen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag.
Der japanische Kaiser Akihito steht den Opfern der verheerenden Katastrophe im Nordosten des Landes mit rührenden Gesten der Solidarität bei. Erstmals traf er Überlebende.
Zusammen mit seiner Gemahlin Michiko nahm sich der Monarch eine Stunde Zeit, um etwa 290 Flüchtlingen in Tokio Trost zu spenden, wie japanische Medien am Donnerstag meldeten.
Um auf gleicher Augenhöhe mit den Menschen zu sprechen, kniete sich der 77-jährige Kaiser würdevoll vor den Opfern hin und widmete sich ihnen im ruhigen Zwiegespräch. Mitfühlend sprach der beliebte Monarch den Betroffenen Mut zu.
Nicht mit grossen Worten rührt der Kaiser derzeit sein Volk, sondern mit leisen, bescheidenen Gesten. So liessen er und seine Frau Baderäume für Bedienstete in ihrer kaiserlichen Villa im ostjapanischen Ort Nasu nahe der Unglücksregion für Opfer des Erdbebens und Tsunamis öffnen.
Um die Bemühungen der Menschen zum Energiesparen zu unterstützen, lässt der Kaiser in seiner Residenz in Tokio jeden Tag für ein paar Stunden den Strom abschalten. Auch liess das Kaiserpaar Hilfsgelder in die Katastrophenregion schicken, wie japanische Medien berichteten.

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