Kanton Aargau ist für Olympische Winterspiele in der Schweiz
Der Aargauer Regierungsrat unterstützt die Schweizer Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz. Er spricht von wirtschaftlichen Chancen und stellt Forderungen zur Finanzierung sowie zur demokratischen Mitsprache.
(Keystone-SDA) Nach den Austragungen in den Jahren 1928 und 1948 sieht der Regierungsrat eine grosse Chance für den Schweizer Sport, die Tourismuswirtschaft und die gesamte Gesellschaft, wie aus seiner Stellungnahme an das Bundesamt für Sport hervorgeht.
Die Spiele sollen nach dem erstmaligen Ansatz eines «Host Country», also dezentral, ausgetragen werden. Dies erfordert laut Regierungsrat einen starken gemeinsamen Willen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie eine enge Koordination zwischen den austragenden Kantonen und Gemeinden. Diese Solidarität sei eine Grundvoraussetzung für den Erfolg.
Geld und Mitbestimmung
Die Kantone sollten sich gemäss Regierungsrat mindestens im gleichen Umfang wie der Bund an der Finanzierung der Durchführungskosten beteiligen. Dieses Einverständnis gelte nur, wenn die Aufteilung der maximal 200 Millionen Franken der Kantone so umgesetzt werde, wie sie in den Erläuterungen zum Entwurf des Bundesbeschlusses dargelegt werde.
Der Regierungsrat wirft in seiner Stellungnahme zudem die Frage der demokratischen Mitbestimmung auf. Er bittet den Bund darum, die Möglichkeit eines fakultativen Referendums zu prüfen. Damit solle sichergestellt werden, dass das nationale Grossprojekt auf einer breiten demokratischen Basis stehe.