Kanton Schaffhausen verzeichnet 2025 keine Verkehrstoten
Im Kanton Schaffhausen ist im Jahr 2025 kein einziger Mensch bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Polizei verzeichnete zudem weniger Verletzte auf den Strassen.
(Keystone-SDA) In Schaffhausen war 2025 auf den Strassen kein Todesopfer zu beklagen, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Verkehrsunfallstatistik (Vusta) hervorgeht. 2024 starb eine Person bei eine Verkehrsunfall. Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle blieb mit 690 Fällen im Vergleich zum Vorjahr (688) praktisch unverändert. Dennoch sank die Zahl der Verletzten von 245 auf 221 Personen, wobei 36 Menschen schwer verletzt wurden.
Mehr E-Trotti-Unfälle
Trotz der allgemein sinkenden Opferzahlen gibt es eine negative Entwicklung bei den Elektro-Trottinetts. Die Zahl der Unfälle mit diesen Kleinfahrzeugen ist im Vergleich zu den Vorjahren, in denen jeweils zwei bis fünf Fälle registriert wurden, auf 13 Unfälle im Jahr 2025 angestiegen.
Laut Polizei trug keine der 13 verletzten Personen einen Helm. Im Gegensatz dazu ist bei den klassischen Fahrrädern und E-Bikes ein deutlicher Rückgang der Unfallzahlen auf insgesamt 72 Fälle zu verzeichnen (Vorjahr: 85).
Während Unfälle aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit oder missachtetem Vortritt rückläufig sind, nimmt die «Unaufmerksamkeit» als Hauptursache zu. In 7,2 Prozent der Unfälle mit Personenschaden war Ablenkung durch Mobiltelefone, Radios oder Navigationsgeräte der entscheidende Faktor. Ebenfalls kritisch bleibt die Situation beim Alkohol: Die Polizei musste 119 Fahrzeuglenkenden den Führerausweis noch vor Ort wegen Trunkenheit abnehmen, was eine Steigerung zum Vorjahr (103) bedeutet.
Männer und Junglenker im Fokus
Das Profil der Unfallverursacher bleibt im Kanton Schaffhausen seit Jahren nahezu unverändert. Zwei Drittel aller Verkehrsunfälle werden durch männliche Lenker verursacht. Bei der Altersstruktur führen die 20- bis 24-Jährigen die Statistik mit 52 verursachten Unfällen an, gefolgt von anderen aktiven Altersgruppen bis hin zu Senioren im Alter von 95 Jahren. Geografisch konzentriert sich das Geschehen vor allem auf die Agglomerationen Schaffhausen und Neuhausen am Rheinfall, wobei der Freitag mit 129 Unfällen der gefährlichste Wochentag bleibt.