Kritik aus dem St. Galler Stadtparlament an der neuen Olma-Halle
In einem Vorstoss aus den Reihen der Grünen im St. Galler Stadtparlament wird die Gestaltung des Aussenraums rund um die neue Olma Halle 1 kritisiert. Sie widerspreche "einer klimaangepassten Stadtentwicklung".
(Keystone-SDA) Die Stadt St. Gallen habe sich zu einer klimaangepassten Stadtentwicklung verpflichtet, heisst es im Vorstoss, der am Dienstag im Stadtparlament eingereicht wurde. Unter anderem gehe es um die Entsiegelung und ökologische Aufwertung von Flächen, die Förderung der Biodiversität oder die Minderung von Hitzeeffekten.
Gerade bei Grossprojekten wie der neuen Olma-Halle 1 werde erwartet, dass diese Zielsetzungen verbindlich umgesetzt würden. Für den Neubau sei der Aussenraum als hochwertiger öffentlicher Stadtraum angekündigt worden. Laut Projektunterlagen werde der Vorplatz «attraktiv gestaltet mit vielen Bäumen und Sitzstufen».
Die vor knapp drei Jahren realisierte Ausführung zeige ein völlig anderes Bild, schrieb Stadtparlamentarier Christian Huber von den Grünen. Die Flächen rund um das riesige, graue Betongebäude seien komplett versiegelt worden. «Teilweise stehen darauf wenige Bäume in kleinen Töpfen.»
Die Hangfläche präsentiere sich «noch immer als karge, steinige Wiese, gänzlich ohne Bäume, Brunnen, Treppenanlagen oder gar Sitzgelegenheiten». Auch die angekündigte Dachbegrünung sei redimensioniert worden.
Der Stadtrat muss nun erklären, mit welcher Begründung die Olma Messen AG auf die vorgesehenen Bäume und die ökologische Gestaltung des Vorplatzes verzichtet hätten und wie die Aussenraumgestaltung in Bezug auf die Aufenthaltsqualität beurteilt werde.