In den Kinos klingeln die Kassen
Die Schweizer Kinokassen haben in der ersten Hälfte 2001 besonders rege geklingelt. Mit rund neun Mio. Eintritten wurden über eine halbe Mio. Tickets mehr verkauft als im ersten Semester des Vorjahres. Der Schweizer Film blieb indes wie immer vom Publikum verschmäht.
Die 335 Schweizer Kinos mit 499 Leinwänden verzeichneten in den ersten sechs Monaten 8’780’860 Eintritte. Dies sind 531’484 oder 6,44 Prozent mehr als im Vorjahr.
Bester Schweizer Film auf Rang 24
Auf der Rangliste des Schweizerischen Verbandes für Kino- und Filmverleih, procinema, steht Mel Gibson mit «What women want» zuoberst – mit 614’275 Besucherinnen und Besuchern. An zweiter Stelle kommt mit 527’779 Eintritten «Cast Away» mit Tom Hanks.
Die nächsten Plätze belegen «Billy Elliot» (334’289), «Hannibal» (31’735), «Miss Congeniality» (318’916), «Meet the parents» (313’384) und «Unbreakable» (311’652). Als erster Schweizer Film folgt auf Platz 24 «Azzurro» mit 81’976 Eintritten.
Höhere Preise, stagnierende Eintritte
Laut procinema-Geschäftsleiter Daniel Lüpold wurden rund drei Viertel der Filme in Amerika produziert. Der Geschmack der Schweizer Kinobesucher sei nicht anders als in anderen Ländern. «Die häufigsten Besucher sind Jugendliche, die sich die so genannten ‚Popcorn-Filme‘ ansehen», sagte Lüpold.
Der durchschnittliche Preis eines Kinoeintritts stieg von Ende 1999 bis Ende 2000 um 15 Rappen auf 13,39 Franken an. Laut Lüpold ist die Zahl der Eintritte trotz beträchtlichen Schwankungen seit mehreren Jahren stagnierend.
swissinfo und Agenturen
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