Schumacher auf Wohnungssuche
Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher ist im waadtländischen Vufflens-le-Château auf dem Absprung. Offenbar zieht es ihn in die Deutschschweiz. Zurzeit scheint das appenzellische Wolfhalden die Nase vorn zu haben.
Am Montag berichtete das deutsche Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» von Schumachers Plänen, sich im luzernischen Nottwil niederzulassen. Aber auch von Widerstand und Kritik. Linken und Grünen stösst die Vorzugsbehandlung des Rennfahrers durch die Behörden sauer auf.
Am Tag der Spiegel»-Veröffentlichung traf jedoch auf der Gemeindeverwaltung von Nottwil ein Fax von Schumachers Management ein, der den Hoffnungen auf eine baldige Ansiedlung einen Dämpfer versetzte. Das Ansiedlungsprojekt der Familie Schumacher sei an einem andern Ort weiter fortgeschritten als in Nottwil, hiess es darin.
Wolfhalden AR hat im Moment einen entscheidenden Vorteil: Schumacher könnte für seine Flüge den Flughafen Altenrhein benutzen. Für Nottwil böte sich der Militärflugplatz Emmen an. Doch eine Bewilligung liegt bis heute nicht vor, obwohl sich seit einem halben Jahr eine vierköpfige Task Force um die Ansiedlung des Weltmeisters im Kanton Luzern bemüht.
Nottwil hofft immer noch
Der Nottwiler Gemeindepräsident Robert Arnold interpretiert den Fax von Schumacher allerdings nicht als Absage. Man sei zurzeit einfach nicht in einer Pole-Position, liess er verlauten. Das Rennen sei noch nicht gelaufen.
Gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte Arnold am Dienstag, man könne Michael Schumacher jetzt drei Liegenschaften offerieren. Allerdings habe man bis heute noch keinen Termin für Gespräche festgelegt.
Derweil stossen die Ansiedlungspläne im Luzernischen auch auf Widerstand. Einheimische befürchten laut «Spiegel» einen Ansturm übermütiger Ferraristi. Die Linke beschäftigt der Aufwand, mit dem ein ausländischer Millionär angelockt werden soll. Die SP will prüfen, ob sie die Sache im Grossen Rat zur Sprache kommen soll.
swissinfo und Agenturen
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