The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Schumacher auf Wohnungssuche

Ferrari-Pilot Michael Schumacher will einen Flugplatz in seiner Nähe. Keystone

Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher ist im waadtländischen Vufflens-le-Château auf dem Absprung. Offenbar zieht es ihn in die Deutschschweiz. Zurzeit scheint das appenzellische Wolfhalden die Nase vorn zu haben.

Am Montag berichtete das deutsche Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» von Schumachers Plänen, sich im luzernischen Nottwil niederzulassen. Aber auch von Widerstand und Kritik. Linken und Grünen stösst die Vorzugsbehandlung des Rennfahrers durch die Behörden sauer auf.

Am Tag der Spiegel»-Veröffentlichung traf jedoch auf der Gemeindeverwaltung von Nottwil ein Fax von Schumachers Management ein, der den Hoffnungen auf eine baldige Ansiedlung einen Dämpfer versetzte. Das Ansiedlungsprojekt der Familie Schumacher sei an einem andern Ort weiter fortgeschritten als in Nottwil, hiess es darin.

Wolfhalden AR hat im Moment einen entscheidenden Vorteil: Schumacher könnte für seine Flüge den Flughafen Altenrhein benutzen. Für Nottwil böte sich der Militärflugplatz Emmen an. Doch eine Bewilligung liegt bis heute nicht vor, obwohl sich seit einem halben Jahr eine vierköpfige Task Force um die Ansiedlung des Weltmeisters im Kanton Luzern bemüht.

Nottwil hofft immer noch

Der Nottwiler Gemeindepräsident Robert Arnold interpretiert den Fax von Schumacher allerdings nicht als Absage. Man sei zurzeit einfach nicht in einer Pole-Position, liess er verlauten. Das Rennen sei noch nicht gelaufen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte Arnold am Dienstag, man könne Michael Schumacher jetzt drei Liegenschaften offerieren. Allerdings habe man bis heute noch keinen Termin für Gespräche festgelegt.

Derweil stossen die Ansiedlungspläne im Luzernischen auch auf Widerstand. Einheimische befürchten laut «Spiegel» einen Ansturm übermütiger Ferraristi. Die Linke beschäftigt der Aufwand, mit dem ein ausländischer Millionär angelockt werden soll. Die SP will prüfen, ob sie die Sache im Grossen Rat zur Sprache kommen soll.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft