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Unispital Zürich hat zehn Prozent mehr Patienten wegen Hitzewelle

Keystone-SDA

Die Hitze macht Zürich zu schaffen: Das bekommt auch das Universitätsspital Zürich zu spüren. Es verzeichnet zehn Prozent mehr Patientinnen und Patienten seit Beginn der Hitzetage. Das Stadtspital Zürich ist ebenfalls vorbereitet und auch das Opernhaus reagiert auf die hohen Temperaturen.

(Keystone-SDA) Wegen Beschwerden aufgrund der Hitze begeben sich häufiger Personen ins Universitätsspital Zürich, wie dieses auf Anfrage von Keystone-SDA am Mittwoch mitteilte. In den meisten Fällen hätten die Patientinnen und Patienten zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen, sich bei den hohen Temperaturen zu stark körperlich betätigt, sich zu lange in der Sonne aufgehalten oder haben bereits Vorerkrankungen.

Dies führe zu Dehydrierung, Elektrolytestörungen, Kreislaufkollaps sowie hitzebedingten Erschöpfungszuständen. Zudem bedeute die Hitze einen starken Stress für den Körper. Die Notfallstation des Universitätsspitals sei entsprechend vorbereitet und passe die Ressourcen bei Bedarf flexibel an die aktuelle Auslastung an.

Sprayflaschen und Lutschstängel gegen Hitze

Im Stadtspital bleiben die Notfalleintritte bislang stabil. Einen leichten Zuwachs gab es bei Sportunfällen. «Wie häufig bei Schönwetterperioden», teilte eine Sprecherin des Stadtspitals Zürich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Der Anstieg habe jedoch nicht direkt mit der Hitze zu tun.

Nicht nur auf der Notfallstation, sondern im ganzen Spital werde darauf geachtet, dass am frühen Morgen gut gelüftet werde und die Rollläden auf der Sonnenseite geschlossen werden. «Zum Wohle der Patientinnen und Patienten sowie den Mitarbeitenden», schreibt das Spital.

Das Spital trifft bei Patientinnen und Patienten individuelle Massnahmen, etwa Sprayflaschen oder Lutschstängel zur Befeuchtung der Mundschleimhaut, wenn diese beispielsweise wegen ihrer Grunderkrankung nur wenig trinken dürfen. Zudem werden auch Coldpacks sowie kühlende Fuss- und Handbäder verteilt.

Gerade ältere Patientinnen und Patienten würden besser überwacht. Insbesondere wenn sie wassertreibende Medikamente zu sich nehmen, achten die Mitarbeitenden aktiver auf die Trinkmenge, so die Sprecherin weiter.

Opernhaus passt Zeiten an

Weil für das kommende Wochenende weiterhin hohe Temperaturen erwartet werden, reagiert auch das Opernhaus Zürich. Es passt die Anfangszeiten einzelner Veranstaltungen im Rahmen von «Opernhaus für alle» auf dem Sechseläutenplatz an, wie es am Mittwoch mitteilte.

Die Ballettübertragung von «Romeo und Julia» am Freitag beginnt neu um 20 Uhr statt um 19 Uhr – sowohl im Opernhaus als auch auf dem Sechseläutenplatz. Die Aufführung von «Tannhäuser» am Samstag findet hingegen wie geplant um 18 Uhr statt. Eine Verschiebung sei aufgrund der Länge der Oper nicht möglich.

Am Sonntag werden die Open-Air-Konzerte angepasst: Das Kinderopernorchester spielt neu um 19.30 Uhr, das Konzert des Orchesters der Oper Zürich beginnt um 21 Uhr. Auf das Vorprogramm werde wegen der Hitze verzichtet, heisst es.

Zudem stehen für die Besucherinnen und Besucher auf dem Sechseläutenplatz zusätzliche kostenlose Trinkwassermöglichkeiten zur Verfügung. Und die Wasserspiele auf dem Platz bleiben aktiv.

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