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Porsche will nach Milliardenverlust nach vorn blicken

STUTTGART (awp international) _ Der Sportwagenbauer Porsche will nach einem Milliardenverlust durch die gescheiterte VW-Übernahme die Zeit der Auseinandersetzungen hinter sich lassen und nach vorn blicken. Unter dem Dach von Volkswagen ergäben sich völlig neue Perspektiven, Entfaltungsmöglichkeiten und Chancen, sagte der Chef der Porsche AG, Michael Macht, am Mittwoch laut Redemanuskript auf der Bilanz-Pressekonferenz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende Juli) fuhr die Dachgesellschaft Porsche SE wegen der Abwertung der Optionen auf VW-Aktien sowie Abschreibungen im Zusammenhang mit der Mehrheitsübernahme bei VW einen Verlust nach Steuern von knapp 3,6 Milliarden Euro ein.
Operativ sei das Unternehmen aber weiter profitabel gewesen, hiess es. Vom operativen Ergebnis von 1,9 Milliarden Euro entfielen 0,7 Milliarden Euro auf das Autogeschäft der Porsche AG, den Rest steuere Volkswagen bei. Seit der Aufstockung der Beteiligung an VW auf knapp 51 Prozent im Januar wird der Wolfsburger Konzern in die Bilanz der Porsche SE einbezogen. Bei Porsche sei damit eine Umsatzrendite von 10,3 Prozent erzielt worden.
Für das bereits begonnene Geschäftsjahr 2009/10 zeigte sich die neue Porsche-Führung unter dem VW-Manager Martin Winterkorn verhalten optimistisch: Man rechne im nächsten Jahr mit einer Belebung der Verkäufe und zähle dabei vor allem auf den neuen viertürigen Panamera. Zunächst stünden aber noch harte Monate bevor. Macht räumte ein, dass der Absatz im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr erneut rückläufig gewesen sei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden mit 75.238 Fahrzeugen 24 Prozent weniger verkauft./dct/nl

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