PRESSE/Goldbach-Media-CEO: Erw. 2010 im TV-Geschäft weitere Marktanteilsgewinne
Zürich (awp) – Der Werbevermarkter Goldbach Media AG blickt optimistisch in die Zukunft. «In drei Jahren wird Goldbach Media mit Sicherheit einer der attraktivsten Medientitel in Europa sein», sagte CEO Klaus Kappeler im Interview mit der «Handelszeitung» (HaZ, Ausgabe vom 27.01.). Mit Blick auf 2010 erklärte der Firmenchef, Goldbach werde Gewinn schreiben.
Das Unternehmen wird nach Einschätzung des CEO künftig einen Grossteil des Umsatzes im Online-Bereich erwirtschaften, doch auch im TV-Geschäft sieht Kappeler noch Potenzial. «Wir erwarten, dass wir auch 2010 im Fernsehmarkt weiter Marktanteile gewinnen werden, denn die Entwicklungen im Internet beflügeln den TV-Markt.»
Allerdings muss Goldbach noch anstehende Verhandlungen über die Vermarktung von Werbefenstern der Sendergruppe Pro7-Sat1 abschliessen, wie Kappeler bestätigt: «Für alle Beteiligten ist es wichtig, dass die Gespräche vor dem Geschäftsstart 2011 abgeschlossen sind.» Dabei würden mit Sicherheit alle Optionen geprüft.
Im Online-Bereich denkt Kappeler über Kooperationen mit Google nach. In Osteuropa sei Google daran interessiert, eventuell auch mit Goldbach. «Wir tauschen uns aus und schauen, ob sich ein Business Case ergibt», sagte er. Google sei nicht nur Konkurrent, eine Zusammenarbeit gebe es etwa im Bereich Suchmaschinen-Marketing. «Goldbach ist einer der grössten Einzelkunden von Google», so Kappeler.
Ansonsten sei die Konkurrenz mit Google auch eine Chance. «Wir leben nicht in Angst-Szenarien wegen Google wie die Verleger, sondern wir schauen genau hin und lernen», hiess es. Für die eigenen Kunden sieht der CEO den «ganzheitlichen Beratungsansatz» des Werbevermarkters als Pluspunkt. «Was uns von Google abhebt, ist, dass wir den Kunden sämtliche elektronischen, interaktiven und mobilen Medien anbieten», betonte er.
Verkaufen will Kappeler Goldbach zwar nicht, mit Blick auf Übernahmespekulationen räumt er aber ein: «Mit 65% frei handelbaren Aktien muss man immer damit rechnen, übernommen zu werden».
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