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PRESSE/Indische Reliance führt mit Banken Gespräche über Lyondell-Übernahme

Dieser Inhalt wurde am 08. Dezember 2009 - 10:00 publiziert

MUMBAI (awp international) - Der indische Energiekonzern Reliance Industries führt einem Pressebericht zufolge mit Banken Gespräche über die Finanzierung der geplanten Übernahme des insolventen amerikanisch-niederländischen Chemiekonzerns LyondellBasell. Das Unternehmen verhandele mit mehr als einem Dutzend Banken über 8 bis 10 Milliarden US-Dollar, berichtet die indische Zeitung "Economic Times" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Bankkreise. Dazu zählten unter anderem Standard Chartered, Barclays Capital, HSBC und einige französischen Finanzinstituten.
Die Inder hatten erst im vergangenen Monat für LyondellBasell ein unverbindliches Bar-Angebot im Wert von 10 bis 12 Milliarden Dollar abgegeben. Damit hat das Unternehmen eine Alternative zu den ursprünglichen Sanierungsplänen, um das Insolvenzverfahren (Chapter 11) wieder zu verlassen. JPMorgan berate gemeinsam mit der Beraterfirma Perella Weinberg Partners den indischen Energiegiganten bezüglich der geplanten Übernahme, zitierte die indische Zeitung einen nicht namentlich genannten Banker. Ein Reliance-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.
FONDS ZUR FINANZIERUNG VORGESEHEN
Der Zeitung zufolge wird ein Reliance-Team am Samstag in die USA fliegen, um das Lyondell-Management zu treffen. Beide Seiten wollten unter anderem über die benötigte Höhe eines bindenden Übernahmegebots von Reliance für das insolvente Chemieunternehmen sprechen. Der Finanzierungsplan der Inder für die Übernahmen sehe kurz- und mittelfristige Kredite vor, hiess es weiter.
LyondellBasell hatte Anfang Januar Gläubigerschutz beantragt. Das Unternehmen litt unter einem enormen Schuldenberg von rund 25 Milliarden Dollar. Entstanden waren die Verbindlichkeiten Experten zufolge durch die grösstenteils kreditfinanzierte Fusion der niederländischen Basell-Gruppe und des US-Wettbewerbers Lyondell mit Sitz in Houston (Texas). Zusätzlich zum Schuldenberg machte dem Unternehmen die wirtschaftliche Talfahrt besonders auch in der Autobranche zu schaffen. Das Unternehmen zählt zu den weltgrössten Petrochemie-Konzernen und stellt unter anderem Kunststoffe her./ne/nl/tw

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