Proteste in Italien – Gewerkschaften machen gegen Meloni mobil
In Italien hat ein landesweiter Protesttag gegen die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni begonnen. In etwa 50 Städten sind Demonstrationen geplant, an denen sich vielerorts auch Schüler und Studenten beteiligen.
(Keystone-SDA) Zudem rief die Gewerkschaft USB zu Arbeitsniederlegungen in verschiedenen Bereichen wie dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr und dem Gesundheitswesen auf. Aus Sorge vor Ausschreitungen sind die Sicherheitskräfte im Grosseinsatz.
Der Protest richtet sich gegen die seit vier Jahren regierende Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien, die für eine hohe Inflation und zu niedrige Löhne verantwortlich gemacht wird. Die Schüler und Studenten fordern mehr Geld für Schulen und Universitäten.
Verkehrsminister Matteo Salvini verbot Streiks in Transportbereichen wegen des bevorstehenden Feiertags Allerheiligen am 1. November per Anordnung. Die Gewerkschaft kündigte an, sich darüber hinwegzusetzen.
In zahlreichen Städten sind verstärkte Kontrollen und Sicherheitsmassnahmen geplant, um Ausschreitungen zu verhindern. In Rom wird etwa das Kolosseum besonders geschützt, Italiens meistbesuchte Sehenswürdigkeit, und in Mailand der Dom in der Innenstadt. In der Vergangenheit war es nach friedlichen Kundgebungen vor allem in Mailand zu schweren Krawallen gekommen. An Demonstranten gab es Appelle, keine Kapuzen oder Helme zu tragen.
Mehr Swissinfo-Artikel in Ihren Google-Ergebnissen sehen. Weitere Informationen