Schriftsteller und Fussballfan Pedro Lenz leidet mit YB
Der Schweizer Schriftsteller und YB-Fan Pedro Lenz leidet mit seinem schwächelnden Lieblingsteam. Seit 1975 ist er Fan des Berner Fussballclubs und kennt jede Emotionslage. Die aktuelle: fassungslos.
(Keystone-SDA) «Ich verstehe es einfach nicht», sagte Lenz in einem Interview mit der «Sonntagszeitung». Er sei nicht wütend und habe auch nicht das Gefühl, dass man klare Schuldzuweisungen machen könne. Schliesslich habe man mit Gerardo Seoane den besten Trainer. Aber «da müsste doch viel mehr drinliegen».
Mitinhaber Christoph Sypcher erlebe Lenz als «etwas dünnhäutiger, unnahbarer und weniger souverän» als noch zu seinen Anfangszeiten vor einem Jahrzehnt. «Vielleicht hat das mit dem fehlenden Erfolg und der andauernden Kritik zu tun», so Lenz. Aber es falle ihm schwer, YB zu kritisieren, so sehr sei er Fan.
«Ich bin ein riesiger Latour-Fan»
Für den Aufsteiger und Meisteranwärter FC Thun findet der Oltner fast nur positive Worte, Insbesondere wegen des ehemaligen Trainers Hanspeter Latour. Die Kultfigur stehe am Ursprung des Thuner Erfolgs. «Ich bin ein riesiger Latour-Fan», liess sich Lenz zitieren. Die Stadt Thun hingegen finde er langweilig, aber «da können die vom FC Thun auch nicht viel dafür».
Stoff für eines seiner Bücher wäre der Thuner Meistertitel aber nicht, stellte er klar. «Es ist zu märchenhaft.» Das sei das Faszinierende an Fussball, «dass die Realität manchmal die Fiktion übersteigt».
Nach seinem Bestseller-Roman «Der Goali bin ig» von 2010 hat Pedro Lenz Anfang Februar ein weiteres Buch über Fussball veröffentlicht. In «Mit linggs» lässt er die argentinische Fussballlegende Diego Maradona von seinen Fähigkeiten und seinem Versagen erzählen.