Schweizer Börse deutlich im Plus – Klare Gegenbewegung
Der Schweizer Aktienmarkt startet am Dienstag einen Erholungsversuch. Aussagen von US-Präsident Trump zum möglicherweise baldigen Ende des Iran-Kriegs sorgen laut Händlern weltweit für Hoffnung.
(Keystone-SDA) Die militärischen Ziele seien grösstenteils erreicht worden und der Krieg verlaufe «weit vor dem Zeitplan», so Trump. In unmittelbarer Folge zogen die US-Märkte deutlich an und auch die Börsen in Asien legten zu. Zwar könne die Volatilität schnell wieder zunehmen, sagte ein Händler. Aber zunächst sei «etwas Druck aus dem Kessel» genommen worden.
Auch am Energiemarkt kam es nach den Äusserungen von Trump zu einer Entspannung. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent, der in der Nacht auf Montag noch bis auf fast 120 Dollar gestiegen war, lag am frühen Morgen bei 94 Dollar. Hier halfen neben den Hoffnungen auf ein Kriegsende auch Überlegungen der G7, notfalls die strategischen Reserven freizugeben.
Breite Erholung
Nach dem Ausverkauf der vergangenen Tage gewinnt der SMI gegen 09.45 Uhr 1,4 Prozent auf 13’180 Punkte. Von den 20 SMI-Titeln legen 17 zu, nur 3 geben nach. Der breite SPI gewinnt um 1,6 Prozent auf 18’256 Punkte.
Auch an den internationalen Märkten atmen die Anleger zunächst durch. So zog der Nikkei in Japan um fast 3 Prozent an, der stark gebeutelte Kospi in Südkorea legte gar um über 5 Prozent zu. Und in Frankfurt erholt sich der DAX im frühen Handel um 2 Prozent, der Londoner FTSE-100 um 1,2 Prozent. Auch der Bitcoin hat sich wieder zurück über die Marke von 70’000 Dollar gekämpft.
Novartis bremsen
Generell zeigt der Schweizer Markt bis auf einzelne Ausreisser eine breite Erholung. So ziehen 16 der 20 SMI-Titel mehr als 1 Prozent an, sechs davon sogar mehr als 3 Prozent. Werte aus energieintensiven Branchen, die am Vortag stark gelitten hatten, legen besonders zu. Gefragt sind aber auch Finanztitel wie die UBS.
Ein kleiner Bremsfaktor für den SMI ist die heutige Dividenden-Ausschüttung von Novartis (-1,4 Prozent). Dies ist für den Gesamtmarkt ein Bremsfaktor.
Bei den MidCaps geht es für Lindt & Sprüngli (-9,2 Prozent) nach Zahlen massiv abwärts. Die gesenkten Ziele für 2026 kommen schlecht an.