Schweizer Exporte stabilisieren sich im September wieder
Die Schweizer Exporte haben sich im September nach dem starken Einbruch im Vormonat wieder etwas erholt. Auch die Ausfuhren in die USA legten wieder zu. Derweil schossen die Importe vor allem wegen der Pharmabranche regelrecht in die Höhe.
(Keystone-SDA) Die Exporte stiegen saisonbereinigt nominal um 1,5 Prozent auf 23,23 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Dienstag mitteilte. Real – also um Preisveränderungen bereinigt – resultierte allerdings ein leichtes Minus von 0,1 Prozent.
Im August waren die Ausfuhren noch um 17,7 Prozent eingebrochen. Hauptgrund war damals ein Rückgang bei den chemisch-pharmazeutischen Erzeugnissen um gut 32 Prozent gewesen. Im September stabilisierten sich deren Ausfuhren mit einem leichten Plus von 0,5 Prozent. Deutlich aufwärts ging es dagegen bei Bijouterie und Juwelierwaren (+14,9%).
Auch die Ausfuhren in die USA erholten sich. Sie legten im September um 8,5 Prozent auf 3,32 Milliarden Franken zu. Im Vormonat waren sie um knapp 30 Prozent eingebrochen.
Pharmaimporte verdoppeln sich
Die Importe schnellten derweil nominal um 24,9 Prozent auf 21,88 Milliarden Franken hoch. Real betrug das Plus 7,0 Prozent. Damit erreichten die Einfuhren den zweithöchsten je gemessenen Monatswert.
Ausschlaggebend war die Chemie- und Pharmabranche. Die Einfuhren dieser Warengruppe schossen um 88 Prozent nach oben. Allein die Pharmaimporte haben sich mit einem Plus von 130,8 Prozent auf gut 7 Milliarden Franken mehr als verdoppelt.
Unter dem Strich schrumpfte der Handelsbilanzüberschuss wegen des Importschubs deutlich auf 1,35 Milliarden Franken.