The Swiss voice in the world since 1935

Schweizer Tourismus dürfte sich im Winter leicht erholen

Der Schweizer Tourismus dürfte sich diesen Winter leicht erholen
Der Schweizer Tourismus dürfte sich diesen Winter leicht erholen Keystone-SDA

Der Schweizer Tourismus dürfte im Winter wieder wachsen, nachdem die Logiernächte im Sommer erstmals seit der Covid-19-Pandemie zurückgegangen sind.

(Keystone-SDA) Die Ökonomen von BAK Economics rechnen bei den Logiernächten mit Wachstum, wobei die Folgen des Iran-Kriegs weiterhin das Geschäft mit Touristen aus Fernost bremsen dürften.

In der Sommersaison ist die Zahl der Logiernächte nach zuvor mehreren Rekorden erstmals seit der Covid-19-Pandemie zurückgegangen, wie BAK Economics in den am Dienstag publizierten Prognosen zum Schweizer Tourismus festhielt. Sie sank um 0,8 Prozent auf knapp 25 Millionen.

Für den Winter sei nun jedoch moderates Wachstum angezeigt, hiess es weiter. Laut den im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) erstellten Tourismusprognosen dürften die Logiernächte im Winter 2026/27 um 0,9 Prozent auf 18,9 Millionen ansteigen.

Iran-Krieg belastet weiter

Eine Belastung bleibt für den Tourismus der Iran-Krieg. Dieser habe den internationalen Flugverkehr erheblich beeinträchtigt und die gestiegenen Kerosinpreise hätten die Flugreisen deutlich verteuert, so BAK Economics weiter. Der Nahost-Konflikt dämpfe somit weiterhin die Tourismusnachfrage in den Fernmärkten, vor allem in Asien.

Für den Sommer 2027 erwartet BAK Economics dennoch gesamthaft ein Wachstum bei den Logiernächten von 1,3 Prozent. Dabei erhole sich die Nachfrage aus den Fernmärkten mit einem Plus von 3,3 Prozent. Die Gästezahlen aus Asien blieben aber weiter unter dem Niveau von vor dem Kriegsausbruch zurück.

Im Gesamtjahr 2027 geht BAK Economics von einem Zuwachs der Logiernächte um 1,1 Prozent auf 44,2 Millionen aus. Und 2028 dürfte die touristische Nachfrage mit der weiteren Normalisierung des Flugverkehrs an Dynamik gewinnen. So wird im Tourismusjahr 2028 ein Plus der Logiernächte von 1,3 Prozent auf 44,8 Millionen erwartet.

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

Swissinfo bei Google bevorzugen

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft