Stadtberner Stalking-Fachstelle verzeichnet Zunahme an Beratungen
Im Jahr 2025 haben 148 von Stalking betroffene Personen die entsprechende Fachstelle der Stadt Bern aufgesucht. 75 Prozent der Betroffenen waren Frauen, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.
(Keystone-SDA) Insgesamt suchten sechs Prozent mehr Personen Rat bei der Fachstelle Stalking als noch im Vorjahr. Auch die Anzahl Beratungen nahm zu: Insgesamt 309 Gespräche führte die Fachstelle 2025 durch. Das waren 23 Prozent mehr als der Durchschnitt der zehn vorangegangenen Jahre, wie es in einer Mitteilung hiess.
Weiterhin waren überwiegend Frauen von Stalking betroffen, der Anteil männlicher Betroffener lag 2025 jedoch mit 25 Prozent vergleichsweise hoch, wie es weiter hiess. Mit 32 Prozent sei zudem der Anteil weiblicher Tatpersonen gestiegen.
In 47 Prozent der Fälle ging das Stalking von einem ehemaligen Partner oder einer ehemaligen Partnerin aus. Dahinter folgte Stalking im beruflichen Kontext (12 Prozent) und in der Nachbarschaft (9 Prozent).
Die Fachstelle will ihr Angebot im laufenden Jahr ausbauen. Dazu gehört etwa die Lancierung eines Beratungsangebots für Menschen, die stalken.
2025 waren nur 37 Prozent der Stalking-Fälle, welche die Fachstelle verzeichnete, strafbar. Da es seit Januar 2026 mit Artikel 181b des Strafgesetzbuches (StGB) einen eigenen Straftatbestand für Stalking gibt, hat sich die rechtliche Grundlage für die Strafverfolgung wesentlich verbessert, wie es weiter hiess.