Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Die gutbetuchten Gäste der Luxushotels und mondänen Chalets bringen dem Feriendorf Gstaad-Saanen seit Jahrzehnten Wohlstand. Nun ist bekannt geworden, dass Kriminelle in dieser Region Putzfrauen wie Sklavinnen schuften liessen.
Herzliche Grüsse aus Bern
Ausgerechnet im Ferienparadies der Reichen und Schönen sollen Frauen von mutmasslichen Menschenhändlern gezwungen worden sein, für weniger als 400 Franken im Monat zu putzen.
Laut der Neuen Zürcher Zeitung zwangen die Tatverdächtigen mehrere Putzfrauen dazu, stundenlang ohne Pause zu arbeiten, sperrten sie ein und bezahlten ihnen einen Hungerlohn.
Das sei kein Einzelfall, heisst es bei der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ). Bei der FIZ melden sich immer wieder Frauen, die in die Schweiz gebracht wurden, um als Putzhilfe vermittelt zu werden. Aber aus Angst vor den Ausbeutern oder weil sie illegal einreisten, trauten sie sich nicht, Anzeige zu erstatten.
- Zwei Serbinnen und ein Serbe befänden sich im Kanton Bern in Untersuchungshaft, weil sie unter dringendem Tatverdacht stünden, Frauen massiv ausgenutzt zu haben, berichtet die NZZExterner Link. (Paywall)
- Frauenhandel wird oft mit Prostitution in Zusammenhang gebracht. Aber auch in anderen Branchen, etwa auf dem Bau oder in Gastrobetrieben, werden Frauen ausgebeutet. HierExterner Link finden Opfer eine Beratung.
- Über die trostlose Welt von thailändischen Sexarbeiterinnen in Basel, berichtet die Basler ZeitungExterner Link. (Paywall)
- Im Kanton Zürich ist es in den letzten Jahren zu rund zehn Mal mehr Verurteilungen wegen Menschenhandel gekommen als in Basel. Weshalb, hören Sie bei SRF. (Dialekt)
Schlagzeilen machen heute nicht nur Menschen mit Hungerlöhnen, sondern auch Angestellte am anderen Ende der Lohnsklala: die Spitzenverdiener der zweitgrössten Schweizer Bank Credit Suisse. Genau betrachtet ist die CS aber eine Auslandsbank.
«Letztlich bestimmen hierzulande wenig bekannte Namen wie Harris Associates, Norges Bank, Olayan Group oder Qatar Holding, wer bei der CS Chef wird und wer Chef bleibt», schreibt die Neue Zürcher Zeitung heute auf der Frontseite.
Die Schweizer Medien rütteln mit laufend neuen Enthüllungen über fragwürdige Praktiken in den Chefetagen der CS am Stuhl des CEO Tidjane Thiam. Laut der Sonntagszeitung infiltrierte die Bank die Umweltorganisation Greenpeace, um über deren geplante Aktionen im Bild zu sein.
Der CS-Chef hätte seinen Hut schon nach Bekanntwerden der Beschattung von Iqbal Khan nehmen müssen. «Warum greift der Verwaltungsrat nicht durch?», fragt die NZZ. Der Grund seien eben die genannten Investoren. Und Thiam geniesse deren Unterstützung.
- Der unaufhörliche Niedergang der CS gehe auf das Konto von Verwaltungsratspräsident Urs Rohner, schreibt Inside ParadeplatzExterner Link.
- Die Bank brauche dringend einen personellen Neuanfang, schreibt die NZZExterner Link. (Paywall)
- Medien der Tamedia-GruppeExterner Link verbreiten Gerüchte um mögliche Thiam-Nachfolger. (Paywall)
- Thiam wolle keine Kritik auf Instagram, titelt der BlickExterner Link. (Paywall)
Das Sturmtief Petra nähert sich der Schweiz. Meteo Schweiz erwartet orkanartige Böen zwischen 150 und 180 Stundenkilometern und gibt eine Warnung der Stufe 3 für fast die ganze Schweiz heraus.
Die heftigen Windstösse können Bäume entwurzeln oder schlecht befestigte Gegenstände herumschleudern. Vor Spaziergängen in Wäldern wird abgeraten.
Nach den hohen Temperaturen der letzten Tage von 13 bis 16 Grad, die für Regen in Höhen bis 2000 Meter sorgten, wird in den nächsten Stunden auch ein heftiger Sturm den Ferienorten zusetzen und die eine oder andere Bergbahn lahmlegen.
Trost für Wintersportler: Die Temperaturen sinken und werden einigen Regionen bis zu 80 cm Neuschnee bescheren. Immerhin: Ab Mitte Woche dürfte sich das Wetter beruhigen.
- Petra komme dem Orkan Burglind vom September 2018 verdächtig nahe, berichtet der BlickExterner Link und erinnert an das Ausmass der Zerstörung. (Paywall)
- Die Wetterprognosen von Meteo Schweiz vom 3. Februar finden Sie hierExterner Link.
Die Krankenkasse Swica lanciert eine Do-it-yourself-Diagnose. Ausgewählte Versicherte sollen in einem Test zu Hause selber eine Diagnose stellen. Die Swica schickt ihnen dazu Messgeräte, mit denen sie gewisse Untersuchungen selbst durchführen können.
Im Krankheitsfall lassen sich mit dem Diagnosegerät Herz und Lunge abhören oder Aufnahmen des Rachens und des Gehörgangs machen. Die erfassten medizinischen Daten werden dann per Smartphone an ärztliches Fachpersonal übermittelt und von diesem analysiert.
Der Pilotversuch der Swica ist nicht das erste Versicherungsmodell, mit dem Patienten von unnötigen Gängen zum Arzt abgehalten werden sollen. Telemedizin wird immer beliebter.
Einer der grössten Anbieter medizinischer Beratungsdienstleistungen am Telefon ist Medgate. Die Hotline des Basler Unternehmens wird derzeit auch wegen des Coronavirus häufig kontaktiert.
- Welche Abklärungen Kranke dank dem neuen Gerät von Swica zu Hause machen können, erklärt die NZZ am SonntagExterner Link.
- Wie die Politik auf die Selbstdiagnose-Initiative der Swica reagiert, hören Sie bei SRFExterner Link.
- Werden mit dem neuen Gerät Patienten zu Hilfs-Ärzten gemacht?, fragt watson.chExterner Link.
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