The Swiss voice in the world since 1935

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

"Die rote Zora" und "Tom Sawyer & Huck Finn" waren meine Lieblings-Jugendbücher. Diese Geschichten aus fremden Ländern, geschrieben von westlichen Autoren, prägten meine Vorstellungen anderer Kulturen, die ich später korrigieren musste. Ging es Ihnen auch so, als Sie in die Ferne zogen?

Herzliche Grüsse aus Bern

Zeichnung
Wei Tang, Im Garten von Oma Apo. Ein Bilderbuch aus China. Baobab Books

«Tim und Struppi im Kongo» oder «Globi bei den Indianern»: Viele Klassiker unter den Kinder- und Jugendbüchern vermitteln den Heranwachsenden hierzulande Stereotype über Menschen in fernen Ländern. Eine Nichtregierungsorganisation (NGO) will das ändern. Sie publiziert Werke, die eine offene Begegnung mit anderen Kulturen ermöglichen.


Begriffe wie «Negerkönig», tanzende Indianer oder rassistische Illustrationen seien aus den jüngeren Kinderbüchern zwar verschwunden, sagt eine Expertin. Aber was in der Kinder- und Jugendliteratur weiterhin gefehlt habe, seien authentische Stimmen aus dem Süden.

Unter dem Slogan «Created in the World, Published in Switzerland» publiziert die NGO «Public Eye» (ehemals «Erklärung von Bern») deshalb in der Schweiz übersetzte Werke. Freiwillige Leserinnen und Leser prüfen Neuerscheinungen und wählen jene Bücher, die Kindern und Jugendlichen Aspekte der kulturellen Vielfalt differenziert aufzeigen.

  • Dass Kinder mit Fremdheitserfahrungen sehr gut umgehen können, erfahren Sie im Artikel meiner Kollegin Sibilla Bondolfi.
  • Bis ins letzte Jahrhundert hinein waren die spannenden Figuren der Jugendliteratur fast ausschliesslich Jungen oder Männer, sagt eine Professorin für Populäre Literatur in der Zeitschrift AnnabelleExterner Link.
  • Eine Tagung zu Michael Ende mache deutlich, dass dessen Werk vielschichtiger sei, als der Ruf des Autors, schreibt die Süddeutsche ZeitungExterner Link.
Copyright 2020 The Associated Press. All Rights Reserved.

Noch gibt es keine bestätigten Fälle des Corona-Virus in der Schweiz. Trotzdem verstärkt der Bund die Schutzmassnahmen. An den Grenzen sowie an den Flughäfen wurde eine Kampagne lanciert. Tests bei Personen mit grippeähnlichen Symptomen sollen intensiviert werden.

Nachdem sich das Virus insbesondere in Norditalien ausbreitete, hat heute Gesundheitsminister Alain Berset über die aktuelle Situation in der Schweiz informiert. Bisher habe man in der Schweiz niemanden positiv getestet. Bund und Kantone seien darauf vorbereitet, falls das Virus auch bei Personen in der Schweiz nachgewiesen werde.

Im Tessin, wo Tausende Grenzgänger aus Italien arbeiten, macht man sich Sorgen. In den Tessiner Spitälern werden Patienten mit Grippesymptomen isoliert. Im Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Comacini an der Schweizer Grenze in Chiasso gilt seit heute Schutzmasken-Pflicht für Besucherinnen und Besucher.

  • Hier geht’s zur offiziellen MittelungExterner Link aus dem Gesundheitsdepartement.
  • Warum die Grenze zu Italien offen bleibt, erklärt der Leiter der Abteilung «Übertragbare Krankheiten» des Bundesamts für Gesundheit in Medien der Tamedia-GruppeExterner Link.
  • Was der Chef «Krisenmanagements-Zentrum» des Departements für auswärtige Angelegenheiten zu den Fällen in Italien sagt, hören Sie bei SRFExterner Link.
  • Die Schweizerische Volkspartei (SVP) fordere die Grenzschliessung, schreibt Nau.chExterner Link.
Keystone / Nicolas Armer

Auch falls einem Täter ein Mord zweifellos nachgewiesen werden könnte, ist er in der Schweiz nach 30 Jahren für die Strafverfolgungsbehörden unantastbar. Eine Standesinitiative möchte dies ändern. Nächste Woche wird sie in der kleinen Parlamentskammer behandelt.Zum Schluss eine unappetitliche Geschichte in der Hoffnung, dass Sie nicht gerade zu Tisch sitzen. Was Schweizer Inspektoren bei ihren Kontrollen in Restaurants zum Teil vorfinden, ist keine Reklame für die Schweizer Gastronomie.

Die Initiative, die vom St. Galler Kantonsrat 2019 gutgeheissen und nach Bern überwiesen wurde, verlangt, dass schwere Verbrechen wie Mord nicht mehr verjähren. Angeschoben hatte die Debatte Mike Egger, Nationalrat der Schweizerischen Volkspartei (SVP). Sein Engagement ist auf einen ungeklärten Mord im St. Galler Rheintal zurückzuführen.

Während Angehörige der Opfer von schweren Gewaltverbrechen lebenslänglich leiden würden, gebe es für Täter nach 30 Jahren ein «Recht auf Vergessen», argumentiert Egger. Für die Verjährung gibt es aber noch andere Gründe: Je länger ein Verbrechen zurückliegt, umso schwieriger wird es, den Sachverhalt zu rekonstruieren.

Welchen ungewollten Effekt die Unverjährbarkeit haben kann, zeigt ein Fall aus Aschaffenburg in Bayern, der sich vor 40 Jahren ereignet hatte und bis heute ungeklärt ist. Im Mai 2019 nahm die Kripo aufgrund moderner Untersuchungsmethoden einen Mann fest, der dringend verdächtigt wurde, den Mord an dem Mädchen begangen zu haben. Während fast neun Monaten sass dieser danach in Untersuchungshaft.

  • Weshalb sich der dringende Tatverdacht in diesem Fall als unbegründet erwies und weshalb es gute Gründe für eine Verjährung gibt, erfahren Sie in der neuen Zürcher ZeitungExterner Link. (Paywall)
  • Der sogenannte Kristallhöhlenmord von 1982, welcher den Anstoss zur Standesinitiative gab, machte kürzlich wieder Schlagzeilen, weil sich neue Zeugen meldeten. Mehr dazu finden Sie im BlickExterner Link.

Eine Analyse von mehr als 270 Strafentscheiden belege, wie einzelne Beizer in der Schweiz (Restaurateure) verschimmelte Lebensmittel lagerten, mit schmutzigen Geräten arbeiteten oder verunreinigte Esswaren verkauften, welche die Gesundheit der Gäste gefährde, schreiben Medien der Tamedia-Gruppe.

Strafbar gemacht hätten sich nicht nur «schäbige Spelunken», sondern auch vermeintliche «Edelbeizen». Insgesamt habe die Zahl der Beanstandungen gegenüber den Vorjahren stark zugenommen. Laut Experten mangelt es dem Personal an guter Ausbildung.

  • Wer die «Täter» sind, erfährt die Öffentlichkeit allerdings nicht. Weshalb die schwarzen Schafe geheim bleiben, erfahren Sie im Tages-AnzeigerExterner Link. (Paywall)
  • Mit Hilfe der Internetplattform «Topf Secret» können Konsumenten herausfinden, ob ihr Lieblingsrestaurant sauber arbeitet, berichtet Nau.chExterner Link.
  • Über einen angeblichen «Ekel-Wirt» im St. Gallischen Rapperswil berichtete der BlickExterner Link. Wenige Tage später folgte im BoulevardblattExterner Link das «Mea Culpa» des Verantwortlichen.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Waren Sie einst im Auslandschweizer-Home im Heimaturlaub?

Erzählen Sie uns von Ihren Erinnerungen an ihren Aufenthalt im Auslandschweizer-Home.

1 Likes
4 Kommentare
Diskussion anzeigen

Frauen vor dem Auslandschweizer-Home
Keystone / Alphons Biland

AUFRUF: SWI swissinfo.ch sucht Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die zwischen 1956 und 1979 Ferien im Auslandschweizer-Home gemacht haben. 

Kennen Sie Dürrenäsch? Ein kleines Dorf im Aargau, auf einem Hügel zwischen dem Wynen- und Seetal gelegen. 

Vielleicht waren Sie oder Ihre Familie, Verwandte oder Freunde einmal in der Ferienkolonie für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer auf Heimaturlaub? 

Meine Kollegin Melanie Eichenberger sucht ZeitzeugenHier gehts zum Aufruf. Schreiben Sie uns

Meistgelesen
Archiv - Fünfte Schweiz

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft