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Unterstützung für gekündigte Mietende an Genfer Carl Vogt-Boulevard

Keystone-SDA

Die 57 gekündigten Mietparteien vom Carl Vogt-Boulevard in Genf sollen Unterstützung erhalten. Die Pensionskasse Basel-Stadt (PKBS), die Eigentümerin der Liegenschaften ist, und der Genfer Mieterverband (ASLOCA) haben sich auf eine Vereinbarung geeinigt, wie sie am Montag mitteilten.

(Keystone-SDA) Für die Dauer der Sanierungsarbeiten in den denkmalgeschützten Gebäuden mit den Hausnummern 35 bis 43 werden den betroffenen Mietenden Ersatzwohnungen in vergleichbarer Grösse angeboten, wie es hiess. Bei der Suche nach geeigneten Umzugslösungen sollen sie von Naef Immobilier Hilfe erhalten – die Kosten übernehme die PKBS ganz oder teilweise.

Gemäss Mitteilung erhalten die Mietenden das Recht, nach der Sanierung wieder in die Gebäude zurückzukehren. Die Mieten sollen während einer fünfjährigen Kontrollphase einer Obergrenze unterliegen. Für Mietende mit besonderem Unterstützungsbedarf seien weitere Massnahmen vorgesehen, wie etwa einen Mietpreisminderung über den gesetzlichen Kontrollzeitraum hinaus.

Die Mietenden werden gebeten, dieser Vereinbarung beizutreten, wie es weiter hiess. Die konkreten Modalitäten würden individuell festgelegt, um jeweils der persönlichen Situation und den einzelnen Bedürfnissen Rechnung zu tragen.

Massenkündigung wurde kritisiert

«Alle Parteien sind sich der Auswirkungen eines Projekts dieser Grössenordnung auf den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt in Genf sowie auf die Situation der Mieter bewusst», wie es in der Mitteilung steht. Dank der Rückkehrmöglichkeit blieben im Quartier erschwingliche Wohnungen erhalten.

Nach Bekanntwerden der Massenkündigung war es in Genf Anfang Jahr zu einem Aufschrei gekommen. Im Grossen Rat Basel-Stadt war eine Interpellation dazu eingereicht und die Regierung hatte in ihrer Antwort die Erwartung geäussert, dass die PKBS das Vorhaben noch einmal prüfe.

Die PKBS hatte dann im März unter anderem eine Etappierung der Sanierung angekündigt. An den Kündigungen hatte sie jedoch festgehalten – wegen der Eingriffstiefe könnten die Arbeiten nicht in bewohntem Zustand erfolgen. Die restlichen der 107 Wohnungen seien nur noch befristet oder gar nicht mehr vermietet worden.

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