Grünes Licht für Zürcher Bahnhofüberbauung Eurogate
Für das milliardenschwere Bauprojekt Eurogate beim Zürcher Hauptbahnhof sind die Ampeln auf Grün geschaltet. Nach langjährigen Planungspannen und Verhandlungen haben sich die Promotoren mit der Stadt Zürich geeinigt.
Für das milliardenschwere Bauprojekt Eurogate beim Zürcher Hauptbahnhof sind die Ampeln auf Grün geschaltet. Nach langjährigen Planungspannen und Verhandlungen haben sich die Promotoren mit der Stadt Zürich geeinigt.
Für die Grossüberbauung über den Geleisen des HB Zürich sei am Mittwoch (05.04.) der Durchbruch erzielt worden, teilte das Zürcher Hochbaudepartement mit. Das umstrittene Projekt entspreche jetzt den «städtebaulichen und ökonomischen Anforderungen aller Beteiligten».
Gleichzeitig laden Promotoren und Stadt Zürich zu einer Medienkonferenz am nächsten Freitag ein, wo detailliert informiert werden soll.
Die Stadt Zürich hatte 1997 für das Projekt des Architekten Rolf Bänziger die Baubewilligung erteilt. Dagegen gab es diverse Einsprachen beim Verwaltungsgericht. In Verhandlungen versuchen seither Eurogate AG und Stadt Zürich das Projekt anzupassen. Die Rechtsverfahren wurden deshalb sisitiert.
Im letzten November nahmen nach langer Stagnation die drei Immobilienfirmen innerhalb der breiten Eurogate-Trägerschaft (Kanton Zürich, Grossbanken, Versicherungen, SBB) das Heft in die Hand, um das Projekt noch zu retten.
Wegen der Bahn 2000-Bauprojekte sei ein Baubeginn spätestens im Jahr 2001 notwendig, andernfalls werde das Projekt definitiv begraben. Die drei Immobilienunternehmen (Karl Steiner, Oerlikon Bührle, Göhner Merkur AG) treiben die Verhandlungen seither selber voran.
An der Gleisüberbauung über dem Hauptbahnhof wird seit den achziger Jahren geplant. Aus dem Projekt HB Südwest – damals in einer Volksabstimmung bewilligt – wurde nach dem Auswechseln der Trägerschaft 1997 Eurogate. Beim damaligen Neubeginn mussten die Aktionäre Dutzende Millionen Franken ans Bein streichen.
Kritiker bezeichneten Eurogate als Planungsleiche. Geplant sind gemäss dem bisher bekannten Projekt Arbeitsplätze für rund 5’000 Personen, eine Bruttogeschossfläche von 242’000 Quadratmetern und 500 Wohnungen. Umstritten am 1,2 Milliarden-Projekt war vor allem der riesige Deckel über den Gleisanlagen des Zürcher HB.
swissinfo und Agenturen
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