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Zürcher Kantonsräte fordern weitere ausserstädtische Suchtangebote

Keystone-SDA

Die Anlaufstelle für auswärtige Drogenabhängige in der Nähe des Einkaufszentrums Sihlcity in Zürich reiche nicht aus, sind Kantonsratsmitglieder überzeugt. Sie wollen von der Regierung wissen, welche Angebote im Kanton bestehen und wo sie Handlungsbedarf sieht.

(Keystone-SDA) Vor einem Jahr reagierte die Stadt Zürich auf den zunehmenden Drogenkonsum, insbesondere von Crack, im öffentlichen Raum. Sie eröffnete einen provisorischen Konsumraum für Drogenabhängige aus anderen Gemeinden, den so genannten «Raum für Konsum und Triage». Denn: Ein Teil der Herausforderung seien auswärtige Konsumierende, sagte die Stadtzürcher Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) damals.

Weitere Angebote gefordert

«Wir unterstützen diese Massnahme, doch sie reicht nicht aus», schreiben nun Kantonsratsmitglieder von AL, SP, GLP, EVP und Grüne in einer Anfrage an die Regierung. Um die Situation der Drogenabhängigen zu verbessern, brauche es in den anderen Gemeinden und Bezirken weitere Angebote wie Konsummöglichkeiten, betreutes Wohnen oder Notschlafstellen, heisst es.

Sie wollen deshalb vom Regierungsrat wissen, wie er die Versorgung von Drogenabhängigen im gesamten Kanton beurteilt, und wo er Handlungsbedarf sieht. Zudem fragen sie, wie sich Kanton und Stadt Zürich über ausserstädtische Drogenabhängige austauschen und wie der Kanton mit Erkenntnissen über deren Wohnsitz aus dem «Raum für Konsum und Triage» umgeht.

Angesichts der steigenden Lebenserwartung von Drogenabhängigen wollen die Kantonsratsmitglieder zudem wissen, wie viele Angebote für «suchtakzeptierendes Wohnen» im Kanton bestehen, und wie der Regierungsrat das bestehende Angebot beurteilt.

Fokus auf Weitervermittlung

Im «Raum für Konsum und Triage» im ehemaligen Treffpunkt für alkoholabhängige Menschen und Erwachsene mit sozialen oder psychischen Schwierigkeiten an der Bederstrasse im Enge-Quartier gibt es einen Konsumbereich. Die Drogenabhängigen können aber auch etwas essen, sich waschen oder sich beraten lassen.

Das Angebot legt den Fokus auf Triage und Weitervermittlung. Ziel ist nicht eine dauerhafte Institution, sondern die Konsumierenden in einem zweiten Schritt an ihre Herkunftsgemeinden zu vermitteln.

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