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Umgang mit dem Virus rund um den Globus Schutzmasken ja oder nein?

Schutzmasken hangen an Garderobe.

Ob in Panama, Neukaledonien oder im Libanon: Die Behörden der jeweiligen Länder haben bisher (noch) keine Maskentragepflicht angeordnet. 

(Keystone / Rene Traut)

"Muss die Bevölkerung in Ihrer Wahlheimat Schutzmasken tragen? Und hält sie sich daran?" SWI swissinfo.ch hat bei den Schweizerinnnen und Schweizern im Ausland nachgefragt.

In der Schweiz ist das Tragen von Hygienemasken in der aktuellen Corona-Krise ein umstrittenes Thema. In der Öffentlichkeit sieht man kaum Menschen, die eine Maske tragen. Das Bundesamt für Gesundheit externer Linkrät gesunden Menschen vom Tragen der Masken sogar ab. Man wähne sich so in falscher Sicherheit, der Sicherheitsabstand von zwei Metern könnte dadurch eher missachtet werden.

Andere Länder, andere Sitten. Wie weltweit mit der Ausbreitung des Virus umgegangen wird, unterscheidet sich von Land zu Land stark. Wir wollten von unserer Auslandschweizer-Communityexterner Link wissen, ob sie von den Behörden in ihrer Wahlheimat dazu aufgefordert würden, Hygienemasken zu tragen. Und ob sich die Bevölkerung daranhalte. 

Zahlreiche Meldungen aus aller Welt haben SWI swissinfo.ch erreicht. Wolfgang Ruetz aus Venezuela etwa beantwortete beide Fragen mit Ja. "Sonst kommt man erst gar nicht in den Bus, Supermarkt, etc.." In Ecuador fordere die Regierung die Bevölkerung ebenfalls auf, Schutzmasken zu tragen und die Hände gründlich zu waschen. "Leider halten sich nicht alle daran!", schreibt Hans Steinmann.

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Keine Hygienemasken mehr vorhanden

Zwar ist es in Spanien nicht obligatorisch, viele würden aber Masken tragen, meldet Monika Glauser. Auch Tania Classen bestätigte dies. "Wenn hier in Katalonien noch welche zu kriegen wären, es reicht ja nicht mal für das Gesundheitspersonal", schreibt Vera Ka. Sie würden nun anfangen, selber Stoffmasken herzustellen. Viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer aus Frankreich und Italien schreiben, dass sie ebenfalls gerne Hygienemasken tragen würden, diese aber nirgends mehr zu kaufen seien.

Josefine Althoff berichtet aus dem Libanon: "Im Lebensmittelgeschäft wird man beim Eingang mit dem Infrarot-Fiebermessgerät kontrolliert und der Einkaufskorb sowie die Hände werden mit Desinfektionsspray besprüht." Die Leute würden Masken und Einweghandschuhe tragen, auch der Sicherheitsabstand werde eingehalten.

Auch in Thailand sieht es ähnlich aus, wie Béatrice Schönenberger erzählt. "Grosse Einkaufszentren hier auf Phuket und Grossmärkte messen schon seit zwei bis drei Wochen die Körpertemperatur." Habe jemand über 37 Grad, würden sie abgewiesen. Beim Grossmarkt werde seit neustem darum gebeten, Schutzmasken zu tragen. "Viele aus der Bevölkerung tragen Masken, wir versuchen selbst, auch welche zu kaufen sowie Desinfektionsmittel - ist aber beides sehr schwierig zu bekommen."

Jeden Tag andere Voraussetzungen

Susy Jaber Kissling meldet aus Saudi-Arabien, dass viele Masken und Handschuhe tragen. "In der Bevölkerung geht die Angst um." Noch gebe es keine Ausgangssperre, aber es seien alle Läden geschlossen ausser Apotheken, Spitäler und Supermärkte.

In Panama hätten einige Menschen Masken an, in Hongkong alle und in Neukaledonien hingegen kaum jemand, berichten uns Expats. Die Situation in den jeweiligen Ländern ändere sich von Tag zu Tag. Was heute noch nicht obligatorisch sei, könne morgen schon anders sein. Die swissinfo.ch-Umfrage zeigt: Rund um den Globus wird mit der Ausbreitung des Virus anders umgegangen.

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