Aargauer Parlament begrüsst kürzere Ausbildungen für Lehrpersonen
Der Grosse Rat Aargau hat kürzere Ausbildungen für Lehrpersonen ohne ein von der kantonalen Konferenz der Erziehungsdirektoren anerkanntes Diplom begrüsst. Mit 81 Ja- zu 53 Nein-Stimmen überwies das Parlament am Dienstag ein entsprechendes, parteiübergreifende Postulat.
(Keystone-SDA) Obwohl er dagegen war, muss der Regierungsrat nun prüfen, ob und wie eine solche Ausbildung möglich ist. Konkret geht es darum, wer dafür infrage kommen würde, wie die Ausbildung gestaltet werden könnte und wie hoch die Kosten wären.
Gleich mehrmals haben die Votantinnen und Votanten auf den Personalmangel hingewiesen. «Wir brauchen Wege, um in Fächern mit akuter Personalnot genügend Lehrkräfte zu finden und um begabte und erfahrene Personen zu qualifizieren», begründete Uriel Seibert (EVP) das Postulat. Am Schluss zähle die Qualität des Unterrichts, nicht das Diplom.
Eine solche alternative Ausbildung dürfe keine Abkürzung zulasten der Qualität werden, mahnte Jürg Baur von der Mitte. Es sei ein gezielter Ausnahmeweg für eine klar definierte Gruppe.
«Wir brauchen flexible, kantonale Wege für Lehrpersonen, die den langwierigen Prozess an der Pädagogischen Hochschule nicht stemmen können, aber trotzdem wertvoll sind», sagte Titus Meier (FDP). Einzig die SVP lehnte das Postulat ab.