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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Fest – Nachrichten aus Dubai und US-Vorgaben helfen

FRANKFURT (awp international) – Dank positiver Vorgaben aus den USA dürfte der deutsche Aktienmarkt am Montag mit Gewinnen in die neue Handelswoche starten. Der X-Dax, der auf Basis des Dax-Futures den ausserbörslichen Stand des deutschen Leitindex anzeigt, stand um 8.05 Uhr bei 5.838 Punkten. Das entspricht einem Plus von 1,42 Prozent zum Dax-Xetra-Schluss am Freitag. In der Vorwoche hatte der Leitindex noch trotz seines Endspurts ein Minus von etwa einem Prozent verbucht.
Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann 1,19 Prozent seit dem Xetra-Schluss Ende vergangener Woche. An der Tokioter Börse beendete der Nikkei 225 den ersten Handelstag mit einem Minus von 0,02 Prozent.
Laut Cameron Peacock, Analyst bei IG Markets in London, dürften die letzten Konjunkturdaten, die noch bis Jahresende auf der Agenda stehen, die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung untermauern und damit die Aktienmärkte stützen. Gleichzeitig warnte der Experte, dass einige Marktteilnehmer so kurz vor Jahresschluss noch ein paar ihrer Gewinne einfahren könnten. Wichtige Termine stehen derweil an diesem Montag nicht an, so dass sich Anleger mit den Medienberichten vom Wochenende beschäftigen dürften.
Auch Bankenwerte wie Deutsche Bank und Commerzbank sollten Börsianer nach den jüngsten Nachrichten aus Dubai weiter im Blick behalten. Abu Dhabi stellt seinem angeschlagenen Nachbarn zehn Milliarden US-Dollar als Unterstützung zur Verfügung. Davon seien 4,1 Milliarden für die Nakheel gedacht, der Immobilientochter des Staatskonzerns Dubai World. David Buik, Marktstratege bei BGC Partners in London, verglich Abu Dhabi mit einem rettenden Ritter am Horizont. Ein weiterer Börsianer wertete die Nachricht als «positiv für den ganzen Bankensektor», der in den Vorwochen mit negativen Nachrichten um Zahlungsschwierigkeiten des arabischen Emirats wegen Sorgen um Kreditausfälle unter Druck geraten sei.
Unterdessen denkt der hoch verschuldete Zementhersteller HeidelbergCement mittelfristig schon wieder an Übernahmen. «Gegen Ende 2010 werden wir intensiv über unsere Möglichkeiten nachdenken. Es muss wieder Perspektive des Unternehmens werden, Zukäufe zu tätigen», sagte Bernd Scheifele, Vorstandschef des Konzerns, dem Magazin «Euro am Sonntag». Ein Börsianer äusserte sich allerdings skeptisch. «Die Nachricht klingt ein wenig seltsam». HeidelbergCement sei im Zuge der Übernahme von Hanson beinahe in die Pleite gerutscht und habe sich von Geschäftsteilen trennen müssen, um zu überleben.
Die Aktien von Qiagen zählten derweil bereits im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz zu den Gewinnern. Das im TecDax notierte Biotechnologieunternehmen steht kurz vor dem Aufstieg in den renommierten US-Technologieindex Nasdaq 100 . Insgesamt sieben Unternehmen werden am 21. Dezember neu in den Index aufgenommen. Deutliche Abschläge verbuchten vorbörslich aber die Titel von Medigene . Bei dem Biotechnologie-Unternehmen geht nach Verzögerungen bei der Medikamenten-Entwicklung der Forschungsvorstand. Für den Medikamenten-Kandidaten Rhudex sehe ein neuer Entwicklungsplan weitere klinische Studien für das nächste Jahr vor, so dass sich die Wiederaufnahme der klinischen Entwicklung um zirka ein Jahr verschiebe, hatte das Unternehmen am Freitag kurz vor Börsenschluss mitgeteilt. Diese Nachricht wirke nun am Montag noch negativ nach, kommentierten Börsianer.
Mit Geschäftszahlen rücken derweil die Papiere von Carl Zeiss Meditec in den Blick. Die Titel des Medizintechnik-Anbieters könnten trotz etwas besser als erwartet ausgefallenen Zahlen mit leichten Abschlägen in den Handel starten. Die angekündigte Dividende von 0,18 Euro je Anteilsschein liege ebenso wie die Zahlen im Rahmen der Erwartungen, während die Marge beim Gewinn vor Zinsen und Steuern etwas besser ausgefallen sei, erklärte ein Börsianer. Allerdings habe die Aktie einen «fantastischen Lauf» in den vergangenen drei Handelstagen gehabt, so dass mancher Börsianer dem Motto «sell on good news» folgen dürfte.
Im Fokus sehen Händler ebenfalls die Aktien von Einzelhändlern wie etwa Douglas und Metro . Am dritten Adventswochenende haben die deutschen Einzelhändler nicht den erhofften Umsatz erzielt. Es habe nicht den Durchbruch gegeben, teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Sonntag mit./la/tw

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