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AKTIEN FRANKFURT/Uneinheitlich – Dax pendelt um 6.000 Punkte, ruhiger Handel

FRANKFURT (awp international) – Am Montag nach Weihnachten ist der Dax erstmals seit September 2008 über die viel beachtete Marke von 6.000 Punkten geklettert. Es gelang dem Leitindex bis zum Nachmittag jedoch nicht, sich deutlicher abzusetzen. Zuletzt lag er bei ruhigem Handel mit plus 0,73 Prozent knapp darüber bei 6.000,79 Zählern. Sein Jahreshoch schraubte er bereits am Morgen auf 6.011 Punkte nach oben. Der MDax rückte um 0,02 Prozent auf 7.473,63 Punkte vor, während der TecDax 0,74 Prozent auf 806,32 Zähler einbüsste.
Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank kommentierte: «Die Psychologie hat gesiegt. Die endlich erreichte 6.000-Marke ist ein deutlich positives Stimmungssignal. Natürlich ist ‚Window Dressing‘ im Spiel. Dennoch ist das Ganze auch ein Signal an das nächste Jahr: Man will noch weiter nach oben.» Unter dem «Window Dressing» verstehen die Experten Kurse beeinflussende Massnahmen, wenn etwa Fonds-Manager besonders gut gelaufene Werte kaufen, um diese zum Jahresende in ihren Depots zu haben. Börsianer wollten die Bewegung angesichts des geringen Handelsvolumens aber nicht überbewerten. Viele Marktteilnehmer haben ihre Bücher bereits geschlossen, und der «Bank Holiday» in London lässt zum Wochenauftakt weitere Aufträge wegfallen.
Grösste Gewinner im Leitindex waren Papiere von Eon mit plus 2,24 Prozent auf 29,19 Euro. Siemens , K+S und RWE folgten mit festen Kursen.
Nach dem versuchten Terroranschlag in den USA liefen Luftfahrtaktien wie die der Lufthansa und Fraport dagegen wie von Händlern erwartet der Marktentwicklung hinterher. Lufthansa-Papiere gaben um 0,17 Prozent nach auf 11,935 Euro, Fraport büssten 0,51 Prozent auf 35,44 Euro ein. In den USA konnte am ersten Weihnachtsfeiertag ein Terroranschlag auf eine US-Passagiermaschine verhindert werden. Das dürfte Luftfahrtaktien nach Ansicht des Börsianers belasten.
MAN sanken nach Aussagen des Vorstandschefs des schwedischen Lkw- Herstellers Scania , Leif Östling, um 0,95 Prozent auf 53,96 Euro. Östling sieht kaum Möglichkeiten, bei einer Allianz mit dem Münchner Konkurrenten kurzfristig Milliarden einzusparen. «Bei einer Fusion von MAN und Scania ist es derzeit unrealistisch, Synergien von einer Milliarde Euro oder gar nur 500 Millionen Euro zu erreichen», sagte Östling der «Welt am Sonntag». Einem Händler zufolge klingen die Aussagen des Scania-Chefs sehr viel vorsichtiger als die Schätzungen einiger Analysten, die ein hohes Synergiepotenzial sähen. Aktien der Merck KGaA büssten nach einem Presseinterview 0,60 Prozent auf 64,52 Euro ein. Demnach prüft der Pharma- und Chemiekonzern derzeit Akquisitionen für das Kerngeschäft.
Im TecDax ragten Centrotherm und Nordex leicht heraus. Papiere des auf Solarenergie spezialisierten Anlagenbauers verteuerten sich um 1,85 Prozent auf 44,69 Euro, Anteile des Spezialisten für Windkraftanlagen um 2,42 Prozent auf 10,60 Euro. Am Wochenende hatte das «Handelsblatt» berichtet, dass Deutschland das für 2010 gesteckte Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch bereits übertroffen hat./ag/gl

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