Alpine Esskultur soll Unesco-Erbe werden
Die Kandidatur "Alpines Esskulturerbe" ist am Montag von Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz gemeinsam eingereicht worden und wird von der Schweiz koordiniert. Das teilte das Bundesamt für Kultur mit.
(Keystone-SDA) Damit übernimmt die Schweiz erstmals die Koordination einer Kandidatur für das Unesco-Register. An der multinationalen Initiative würden sich die Formen der Zusammenarbeit aufzeigen, «die sich im Alpenbogen entwickelt haben», schrieb das Bundesamt für Kultur (Bak) am Montag in einer Medienmitteilung.
Zum alpinen Esskulturerbe gehören das Käsen in Höhenlagen, das auf alpine Lebensräume abgestimmte Anbauen und Backen von Getreide, das Sammeln von Wildpflanzen, die Pflege traditioneller Obstgärten und die Bergimkerei. Laut Bak stellen diese Praktiken «ein lebendiges Erbe dar, das eng mit der Landschaft, mit landwirtschaftlichen Systemen und Lebensweisen der Alpengemeinschaften verbunden ist».
Mit der Entscheidung sei nach der Prüfung frühestens Ende 2027 zu rechnen.