Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Können Sie sich das vorstellen: Helvetia trägt Hygienemaske?! Eine Mehrheit will hier sogar die Maskentragpflicht. Was sind das nur für Zeiten…
Herzliche Grüsse aus Bern, und bleiben Sie gesund!
Genf ist der grösste und wichtigste UNO-Standort. Wichtiger als New York. Die Coronakrise wird jetzt zur Stunde der Wahrheit für den Staatenbund.
Die UNO feiert dieses Jahr ihren 75. Geburtstag. Doch zum Feiern ist in New York und Genf niemandem zumute. Denn der unsichtbare Erreger wird zur ernsten Bedrohung auch für die Weltgemeinschaft.
Dabei hatten UNO und ihre Organisationen schon vor der Corona-Pandemie Schlagseite. Auslöser war US-Präsident Trump, der den Multilateralismus von Anfang an zum Feindbild gemacht hatte.
Das aktuelle Zusammentreffen einer latenten mit der akuten Krise könnte sich als explosiver Cocktail erweisen. Zwei Kenner des Staatenbunds sagen, worin die Gefahren bestehen.
- Das Interview meines Genfer Kollegen Simon Bradley.
- Auch aus dem Hause swissinfo.ch: Was steckt hinter dem Zoff um die WHO?
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Unglaublich, aber wahr: Da liest doch im Tessin tatsächlich ein Priester die Messe. Aber dann schritt die Gemeindepolizei ein im Gotteshaus.
Sonntagmorgen in einer Kirche in Bellinzona, dem Hauptort des Kantons Tessin: Ein Priester hält eine Messe ab – vor rund 40 Gläubigen. Dabei waren die Tessiner Behörden die ersten im Land, welche öffentliche Veranstaltungen untersagten.
Was sich dort abspielt, ist also eine verbotene Messe. Mit Mundschutz bewehrt, aber ohne Schutzhandschuhe, schiebt er seinen Schäfchen die Hostie in den Mund.
Da passiert es: Das Kirchentor geht auf, und Gemeindepolizisten machen dem Treiben im Gotteshaus ein Ende. Der Corona-Sünder kommt mit einer Ermahnung davon. Ob er für seinen Fehltritt einen Beichtvater findet?
- Der Artikel Externer Linkim Blick.
- Der Beitrag Externer Linkdes Tessiner Fernsehens – auch «Nicht-Italiener» verstehen die Bilder.
- Der Kanton Tessin trotzt dem Bundesrat ein «Krisenfenster» ab Externer Link– Artikel in der NZZ.
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Corona und alles ist anders. Wie sieht eigentlich heute der Job eines Polizisten aus?
Ziemlich anders. Denn in den Berufsalltag von Daniel Gmür von der Stadtpolizei Zürich ist eine Art neue Ruhe eingekehrt.
«Gerade die Wochenenden sind extrem ruhig, dadurch, dass natürlich nichts offen hat. Seit 15 Jahren, seit ich bei der Polizei arbeite, habe ich noch nie erlebt, dass das Wochenende so friedlich und geordnet abläuft.»
Statt Streitigkeiten zu schlichten, bei Gewalttätigkeiten einzuschreiten und Bösewichte einzufangen, heisst es für ihn nun Menschen informieren und auf die Einhaltung der goldenen Corona-Regeln aufmerksam machen.
Was anzunehmen ist: Gmürs «Alltag» wird früh genug wieder der alte sein.
- Bericht vom Schweizer Fernsehen SRF und SRF NewsExterner Link.
- 152 Corona-Einsätze für Gmür & Kolleginnen und KollegenExterner Link am Wochenende in der Stadt Zürich – toponline.ch.
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Herr und Frau Schweizer hat es schnell gedämmert: Das Virus wirft auch ihre sämtlichen Ferienpläne über den Haufen.
Ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer haben ihre Sommerferien storniert. Dies ergab eine Umfrage der Hochschule Luzern. Doch über die aktuelle Krise hinaus könnte das Virus die Feriengewohnheiten nachhaltig verändern.
Verzichten wollen die insgesamt 1003 befragten Personen insbesondere auf Reisen nach Süd- und Mitteleuropa.
Sie wollen – und hier dürfen die arg gebeutelten Tourismusdirektorinnen und -direktoren in den Schweizer Bergen die Ohren spitzen – ihren Urlaub stattdessen in heimischen Gefilden verbringen.
Angesichts dieser Aussichten sind von den Profis plötzlich ganz neue Töne zu vernehmen. So denkt der Tourismuschef der Bündner Destination Arosa laut darüber nach, dass nach der Krise Gäste von anderen Kontinenten nur noch dann willkommen sein könnten, wenn sie mindestens zwei Wochen im Ort verbringen.
- Coronakrise und Stornierungswelle – die Ferien 2020 von Herr und Frau Schweizer Externer Link(taglblatt.ch).
- Reservationen bis 95% storniert – Corona trifft Schweizer Tourismus im Mark – unser heutiges Corona-Update.
- Bund prüft Impulsprogramm von Schweiz TourismusExterner Link – Branchenplattform Hotel-Revue online.
In einer Woche gehen die ersten Fachgeschäfte wieder auf. Und die Menschen in der Schweiz scheinen echt parat für den ersten Schritt.
Rund fünf Wochen Lockdown sind genug: Coiffeurgeschäfte und Garten- und Heimwerker-Center öffnen am 27. April wieder ihre Türen. Und die Bevölkerung will es tatsächlich vorsichtig angehen lassen.
Knapp 60%, also die klare Mehrheit, wollen eine Maskentragpflicht im öffentlichen Bereich, wie eine Umfrage von Tamedia ergibt. Dies unter der Bedingung, dass genügend Hygienemasken verfügbar sind.
Bemerkenswert: Die Zustimmung geht querbeet durch alle politischen Lager.
Weiter befürworten die meisten der über 40’000 Befragten u.a. die Nutzung von Bewegungsdaten der Bevölkerung via Mobiltelefone und eine Impfpflicht. Auch erteilen sie der Regierung gute Noten im Krisenmanagement.
- Die Umfrage Externer Linkder TA-Medien.
- Hygienemasken gegen Coronaviren: Das BAG widerspricht seinen eigenen EmpfehlungenExterner Link – Bericht der NZZ.
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