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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Kirchen- statt Coronakrise: Der Präsident der reformierten Landeskirche trat Ende Mai ab. Jetzt ist klar: wegen amouröser Affären und Belästigungen.

Herzliche Grüsse


Keystone / Anthony Anex

Ende Mai trat der höchste reformierte Kirchenmann der Schweiz zurück. Der Grund: amouröse Affären und Belästigungen.

Das geht gar nicht: Eine Beziehung zweier Führungspersonen im selben Führungsgremium.

Aber genau das hat ein Paar gemacht: Gottfried Locher, Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) und eine Kollegin im Kirchenrat. Zwei Jahre lang.

Dem Kirchenmann wird vorgeworfen, eine ehemalige Mitarbeiterin belästigt zu haben. Die Person, die den Vorfall untersuchen sollte, war – Sie erraten es – seine Flamme im Kirchenrat. Die Frau trat im April zurück. Bei der Landeskirche ist definitiv Feuer im Dach.


Keystone

Im globalen Rennen um einen Covid-19-Impfstoff wird mit härtesten Bandagen gekämpft. Auch mit Cyberspionage.

Das Race um die grosse Erfindung zieht auch Hacker an. Vorwürfe, dass Cyberspione Labordaten und Forschungsergebnisse klauen wollen, sind seit Wochen im Raum.

Wie steht es um die Sicherheit der Schweizer Labore, die ganz vorne mitmischen? Nichts Aussergewöhnliches, alles unter Kontrolle, melden der Pharmariese Roche und das Berner Inselspital.

Novartis meldet immerhin eine Zunahme der Phishing-Versuche per Mail. Bleibt zu hoffen, dass sich die Schweizer Labore nicht zu stark in falscher Sicherheit wiegen.


Keystone / Sigi Tischler

Seit zwei Wochen läuft die Produktion von Masken in der Schweiz auf Hochtouren. Zu kaufen gibt es sie aber nicht.

Noch nicht. Der Grund: Die Produkte der St. Gallischen Firma Flawa haben das erforderliche Zertifikat noch nicht.

So bleiben denn die Masken «Made in Switzerland» vorläufig im Keller. So lange, bis das OK vom deutschen Prüfungsinstitut TÜV eingetroffen ist.

Da kann es nur gut sein, hat sich die Covid-19-Pandemie in der Schweiz stark abgeschwächt hat. Das aber ist nicht in Stein gemeisselt.

Keystone / Christian Beutler

«Es ist eine Art Bildersturm»: Der Historiker André Holenstein zur Denkmals-Debatte.

Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA hat auch in der Schweiz einen Sturm ausgelöst: Antirassismus-Aktivisten möchten Statuen von Schweizer Profiteuren des Sklavenhandels stürzen.

Das geht André Holenstein, Professor für Geschichte an der Uni Bern, zu schnell. Er hält die Proteste für legitim. Aber es sei wichtig, dass die Entwicklung abgelesen werden könne. Auch an Denkmälern.

Von dort aus könnten neuen Fragestellungen weiterführen. Etwa die: Weshalb wurde die Herstellung von Schokolade und Textilien in der Schweiz so wichtig?

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