Areal des ehemaligen Campings Fanel wird renaturiert
Die letzten Infrastrukturen des ehemaligen TCS Campings Fanel am Neuenburgersee sind zurückgebaut. Nun beginnt die Revitalisierung des einstigen Auen-Sumpfgebiets bei Gampelen.
(Keystone-SDA) Ziel des Kantons ist es, den einstigen Zustand wiederherzustellen, so dass Pflanzen und Tiere erneut einen natürlichen Lebensraum erhalten.
Dazu führen Fachleute in den kommenden Wochen verschiedene Arbeiten aus, wie die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Dienstag mitteilte. So werden etwa Fichten gefällt und Waldbereiche aufgewertet. Die bisherige Campingfläche wird zu einem offenen Gelände. Auf dem gesamten Areal entstehen neue Gewässer und Sandflächen.
Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende November 2026. Im Frühjahr 2027 wird auf dem Gebiet angesät. Dabei sollen möglichst viele für diese Auenlandschaften typische, teilweise bedrohte Pflanzenarten wieder angesiedelt werden.
Der Campingplatz am Neuenburgersee ist seit Oktober 2024 geschlossen, weil er in einem Naturschutzgebiet liegt. Vor der Schliessung gab es jahrelange politische und juristische Kontroversen.
Die Geschichte des Campingplatzes begann kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als die ersten Zeltcamper auftauchten. Ab 1955 wurde der Platz vom TCS betrieben. Das Gebiet Fanel stand damals noch nicht unter Schutz.