Auch die Schweiz hat Anteil an Nobelpreis-Forschung
Der Physik-Nobelpreis für Francis Halzen hat auch eine Schweizer Note: Forschende der Universität Genf sind am IceCube-Experiment beteiligt, für dessen entscheidende Beiträge Halzen in diesem Jahr ausgezeichnet wird.
(Keystone-SDA) Die Forschungsgruppe der Genfer Physikerin Teresa Montaruli ist Teil der internationalen IceCube-Kollaboration. Sie arbeiten mit den Daten des riesigen Detektors und untersuchen damit unter anderem die Herkunft hochenergetischer Neutrinos.
«Ich bin so glücklich», kommentierte Montaruli den Preis gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Nobelpreis sei eine Anerkennung für ein Forschungsfeld, das eine völlig neue Sicht auf das Universum ermögliche.
IceCube weist Neutrinos anhand von Lichtspuren nach, die bei seltenen Wechselwirkungen der Teilchen im antarktischen Eis entstehen. Weil Neutrinos kaum mit ihrer Umgebung wechselwirken, können sie aus grosser Entfernung nahezu ungehindert zur Erde gelangen. «Man kann Neutrinos sehen, die von sehr weit her kommen», erklärte Montaruli.
Die Teilchen eröffneten damit «ein völlig neues Fenster» auf die Hochenergie-Astrophysik. Anders als bei der Beobachtung von Licht könne man mit Neutrinos gewissermassen «in die Tiefe der Quellen» blicken, sagte die Physikerin.