Auslandreisen der Schweizer stagnieren auf hohem Niveau
Der Reiseverkehr aus der Schweiz in fremde Länder nahm 1998 leicht zu.Insgesamt wurden 12,52 Millionen Übertritte an ausländischen Grenzen registriert, 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liegt die Schweiz unter dem internationalen Trend.
Der Reiseverkehr der Schweizerinnen und Schweizer in fremde Länder nahm 1998 leicht zu. Insgesamt wurden 12,52 Millionen Übertritte an ausländischen Grenzen registriert, 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liegt die Schweiz unter dem internationalen Trend, der für 1998 eine Zunahme der weltweiten Reisetätigkeit um 2,5 Prozent auf 635 Millionen Ankünfte aufweist.
Das Bundesamt für Statistik (BFS) führt die stagnierende Reisetätigkeit der Schweizer Wohnbevölkerung ins Ausland nach einer Meldung von Dienstag (23.11.) hauptsächlich auf eine vermehrte Berücksichtigung des landeseigenen Angebots und den leicht sinkenden Anteil der mehrmals jährlich verreisenden Personen zurück.
Bei den Schweizerinnen und Schweizern war auch 1998 Westeuropa die beliebteste Destination. Dorthin führten insgesamt 6,1 Millionen Aufenthalte, das sind 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. An zweiter Stelle lag Südeuropa mit 3,5 Millionen Aufenthalten (-4,6 Prozent). Mit total 10,75 Millionen Ankünften in ganz Europa liegt der Löwenanteil (86 Prozent) der Reiseziele auf dem eigenen Kontinent. Es folgen Amerika mit 833’000 ( 5,3 Prozent), Asien mit 511’000 (-5,1 Prozent), Afrika mit 376’000 (-16 Prozent) und schliesslich Ozeanien mit 58’400 Ankünften ( 1 Prozent).
Italien löst Spanien als Nr. 2 ab
Die grösste Zunahme der Schweizer Nachfrage im Ausland konnte Frankreich verbuchen ( 160’000/ 3,9 Prozent), gefolgt von Deutschland ( 49’500/ 5,7 Prozent), Italien ( 47’400/ 3,4 Prozent), Brasilien ( 20’000/ 43 Prozent) und den Niederlanden ( 20’000/ 3,1 Prozent).Diese fünf Destinationen machten den Verlust anderer Reiseziele mehr als wett. Spanien verlor im Vergleich zu 1997 über 200’000 Schweizer Gäste (-13 Prozent) damit auch Platz 2 an Italien. Aegypten registrierte wie erwartet (Luxor-Attentat) eine massive Einbusse an helvetischen Ankünften (-82’200/-73 rozent).
Anhaltender Boom in der Karibik
Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer zieht es, nicht zuletzt dank weiterhin sinkender Flugpreise, in ferne Länder. Davon profitierten unter anderen Destinationen wie Brasilien ( 20’000/ 43 Prozent), Thailand ( 12’800/ 13 Prozent), die Dominikanische Republik ( 10’700/ 26 Prozent) und Kuba ( 7000/ 50 Prozent).
Reiseziel Schweiz – immer noch die Nr. 1
1998 beliefen sich die Ankünfte von inländischen Gästen in Hotel- und Kurbetrieben in der Schweiz auf rund 5,5 Millionen ( 3,9 Prozent). Somit liegt das Reiseziel Schweiz noch immer an erster Stelle der Beliebtheitsskala – klar vor Frankreich mit 4,2 Millionen Grenzübertritten von Schweizerinnen und Schweizern. Zieht man noch die seit 1993 nicht mehr erfassten Ankünfte in der Parahotellerie in Betracht, fällt das Resultat noch weit deutlicher aus.
SRI und Agenturen
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