Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Beim Thema künstliche Intelligenz sind sich für einmal alle Parteien einig: Der KI-Weltgipfel 2027 in Genf soll grösser ausfallen und politisch auf höchster Stufe stattfinden – Staatsoberhäupter und KI-CEOs sollen in die Schweiz kommen.
Der KI-Weltgipfel findet im nächsten Juni statt, diesen Freitag schon startet in St. Gallen die Olma. Im Briefing erfahren Sie, welcher Bundesrat die Tradition mit dem Säuli auf dem Arm begründet hat.
Herzliche Grüsse aus Bern
Auf seiner wohl letzten Indien-Reise als Bundesrat zieht Guy Parmelin Bilanz seiner Handelspolitik – und blickt auf die Zukunft des Freihandelsabkommens mit Indien.
Letzte Woche hat Guy Parmelin in der Schweiz seinen Rücktritt aus dem Bundesrat auf Ende Jahr angekündigt, kurz darauf ist er zu seiner vermutlich letzten Reise als Wirtschaftsminister nach Indien aufgebrochen. Insgesamt fünfmal war er in Indien, einer seiner grössten Erfolge war das Handelsabkommen, wie die NZZ heute schreibt. Dieses hat Parmelin zusammen mit Staatssekretärin Helene Budliger Artieda ausgehandelt.
Auch sie hat unterdessen ihren Rücktritt erklärt. Bleibt das Abkommen auch ohne seine beiden wichtigsten Architekt:innen am Leben, fragt die NZZ. «Jedermann ist ersetzbar», sagt Parmelin. Und Indien wird weiterhin wichtig bleiben für die Schweiz. Die Efta-Staaten Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein wollen binnen fünfzehn Jahren 100 Milliarden Dollar investieren und eine Million Jobs in Indien schaffen.
Parmelin zieht am Ende seiner Amtszeit eine positive Bilanz seiner Handelspolitik. Die Strategie des Bundesrats sei es gewesen, die Beziehungen zu den wichtigsten Partnern EU, USA und China zu stabilisieren und sie mit dem Abschluss neuer Handelsabkommen zu diversifizieren, sagt er. Trotz schwieriger Zeiten sieht er die Schweizer Wirtschaft gut gerüstet – sie dürfe sich aber weiterhin nicht gegen neue Handelsabkommen sperren.
Nicht nur Minister:innentreffen: Politiker:innen aller Parteien fordern einen ambitionierteren KI-Gipfel 2027 in Genf.
Wir kommen nochmals auf Guy Parmelin und Indien zurück: Der Wirtschaftsminister hat im Februar am KI-Weltgipfel in Delhi bekanntgegeben, dass die nächste Austragung im Juni 2027 in der Schweiz stattfinden wird.
Die Planung sorgt nun für einen seltenen Schulterschluss im Parlament: Politiker:innen aller Parteien finden, der Bundesrat plane den Gipfel zu klein. Bisher sind für den Gipfel 5,4 Millionen Franken vorgesehen, geplant ist ein Treffen auf Ministerebene. Laut den Politiker:innen sollen allerdings Staats- und Regierungschefs wie auch die CEOs der grossen Techfirmen nach Genf kommen. Das «Ambitionsniveau» sei deutlich zu erhöhen.
Während über die Grösse des KI-Gipfels debattiert wird, spüren Gemeinden und Kantone in der Schweiz die Auswirkungen des KI-Booms: Hardware ist massiv teurer geworden, weil Rechenzentren enorme Mengen an Chips und Festplatten benötigen. Wie RTS berichtet, kosten Computer plötzlich mehr als doppelt so viel. Im Wallis wurde deshalb die Hälfte der für dieses Jahr geplanten Erneuerungen von Arbeitsstationen verschoben.
Und auch bei der Cybersicherheit gibt es schlechte Nachrichten: Eine Analyse kommt zum Schluss, dass Tausende Computer in der Schweiz unzureichend vor Cyberangriffen geschützt sind. Gleichzeitig unterschätzen laut einer weiteren Studie viele KMU ihre Cyberrisiken.
Sonnenstube auch im Winter: Das Tessin will mehr Gäste ausserhalb der klassischen Sommersaison anlocken.
Die klassischen Jahreszeiten, wie Sie sie vielleicht noch von früher kennen, gehen in der Schweiz immer mehr ineinander über. Der Herbst, wie wir ihn gerade erleben, ist warm und trocken. Schlechte Nachrichten für die Vegetation, doch eine Chance für die Tourismusbranche, die das ganze Jahr über Gäste anlocken will.
Auch das Tessin versucht seit längerem, die klassischen Saisons zu verlängern und insbesondere in den schwachen Monaten November bis Februar mehr Übernachtungen zu generieren. Wie RSI berichtet, konnten dabei Erfolge erzielt werden. Die Übernachtungen im Dezember sind zwischen 2015 und 2025 um 35% gestiegen.
Damit aus einzelnen Erfolgen ein echter Ganzjahrestourismus wird, müsse aber die gesamte Branche mitziehen, sagen Tourismusvertreter:innen gegenüber RSI. Hotels, Bergbahnen und Tourismusorganisationen müssten die Betriebszeiten verlängern und Angebote entwickeln, die auch in der Nebensaison attraktiv sind.
So trainieren die Ferkel für das Säulirennen an der Olma – und welcher Bundesrat die Tradition mit dem Säuli auf dem Arm begründet hat.
Wer sportlich reüssieren will, muss trainieren. Das gilt auch für die Ferkel, die an der Olma beim Säulirennen für ein Spektakel sorgen. Am Freitag wird die Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung eröffnet, die Säuli trainieren seit zwei Monaten für ihren Auftritt.
Auf dem Hof der Familie Dörig in Gossau werden die Ferkel vorbereitet, wie die Schweizer Familie berichtet. Sie lernen, in einer Startbox zu stehen und im Sponsorenmäntelchen zu rennen, und sie werden mit Musik und Kindergeschrei auf den Rummel vorbereitet. Wenn die Olma losgeht, sind die viermonatigen Säuli 50 Kilogramm schwer; das ist ihr ideales Renngewicht. Danach geht es für sie zurück auf den Bauernhof – bis sie mit 110 Kilogramm ihr Schlachtgewicht erreicht haben.
Wenn wir an Säuli und die Olma denken, darf ein Bild nicht fehlen: Ein Bundesrat oder eine Bundesrätin mit einem Ferkel in den Armen. Jedes Jahr reist ein Mitglied des Bundesrats an die Messe – obwohl sie nicht mehr zum offiziellen Pflichtprogramm gehört. Aber die Gelegenheit für ein Bild mit einem herzigen Tier lassen sie sich nicht entgehen, wie die NZZ schreibt. Der erste Bundesrat, der ganz nonchalant ein Säuli auf den Arm nahm, war übrigens Samuel Schmid im Jahr 2001. Danach folgten fast alle seinem Beispiel. Ausser Joseph Deiss – er posierte mit einer Geiss.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards