Autofahrerin steht wegen toter Bus-Passagierin vor Gericht Bülach
Eine 58-jährige Autofahrerin steht am Mittwoch wegen fahrlässiger Tötung vor dem Bezirksgericht Bülach. Sie war Schuld an einer Kollision mit einem Linienbus. Eine 90-jährige Frau wurde vom Sitz geschleudert und starb.
(Keystone-SDA) Zum Unfall kam es am 16. Februar 2024 direkt vor dem Circle beim Flughafen Zürich: Die Beschuldigte wollte mit ihrem Toyota von einer Tankstelle in die Flughafenstrasse einbiegen und übersah dabei den heranfahrenden Linienbus, der zum Flughafen unterwegs war.
Der Bus-Chauffeur versuchte noch, auszuweichen und abzubremsen, allerdings vergeblich. Der Bus kollidierte mit dem Auto der Deutschen. Im Inneren des Busses wurde durch den Aufprall eine 90-jährige Frau vom Sitz geschleudert.
Sie rutschte unter einer Sitzreihe hindurch und stiess mit dem Kopf ungebremst gegen den vorderen linken Radkasten. Dort blieb sie regungslos und schwer verletzt liegen. Einen Tag später starb die Frau im Zürcher Universitätsspital. Die übrigen Fahrgäste im Bus und der Busfahrer blieben unverletzt.
Bedingte Freiheitsstrafe von acht Monaten
Gemäss Anklageschrift hätte die Beschuldigte mit einem Blick nach links den tödlichen Unfall verhindern können. Sie soll deshalb wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger grober Verletzung der Verkehrsregeln verurteilt werden.
Dafür fordert die Staatsanwaltschaft eine bedingte Freiheitsstrafe von acht Monaten, wobei die Probezeit zwei Jahre betragen soll. Dazu soll eine Busse von 1500 Franken kommen. Wann das Bezirksgericht Bülach das Urteil eröffnen wird, ist noch unklar.