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Basler Beiz «Zum Schiefen Eck» ändert trotz Livemusik-Gesuch nichts

Keystone-SDA

Die Kleinbasler Quartierbeiz "Zum Schiefen Eck" hat ein Gesuch für Live-Musik und eine Bühne eingereicht - und dennoch bleibt alles beim Alten. Dies bestätigte der Betreiber am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

(Keystone-SDA) In einer Planauflage war vom Einbau einer Bühne für Bands und Comedians die Rede. Wie Hüseyin Bal, Inhaber der Betreiberfirma Cem Gastro sagte, habe ein Vorgänger dieses Gesuch eingereicht. Er selbst habe es dann weiterlaufen lassen – eine Bewilligung für Live-Musik könne schliesslich nicht schaden.

Er versicherte jedoch, dass es derzeit keine solchen Bühnen- und Eventpläne gebe. «Wir werden das Lokal gleich führen wie immer», sagte Bal. Das Newsportal Primenews hatte ebenfalls über diese Verwirrung um die am Mittwoch veröffentlichte Planauflage berichtet.

Das Gesuch verlangte eine 7,5 Quadratmeter grosse Bühne bei der Theke. Diese sollte unter anderem für Musik, Comedy, Slam Poetry, Lesungen, Quiz- und Bingoabende oder Dart-Turniere zur Verfügung stehen.

Der Gesuchsteller beauftragte eine auf Akustikberatung spezialisierte Firma damit, einen Lärmschutznachweis für das Lokal zu erstellen. Die Messungen haben ergeben, dass im Restaurant Live-Musik mit einem Pegel von bis zu 91 Dezibel möglich ist, wie es in den Unterlagen heisst.

Keine lärmempfindliche Nachbarschaft

Ein Vorteil für dieses Vorhaben ist, dass sich in der unmittelbaren Nachbarschaft im Parterre und im ersten Stock keine «in der Nacht lärmempfindlichen Räume» befinden. Nachbarn sind ein Döner-Imbiss, ein «Dancing», ein Scientology-Informationszentrum und mehrere Geschäfte. Wohnungen gibt es erst in den oberen Geschossen.

Das Restaurant an der Ecke Untere Rebgasse-Greifengasse ist eine stadtbekannte Bierkneipe, die täglich von früh bis spät geöffnet ist. Kürzlich schaffte es das Lokal sogar in die Politik. Das Komiker-Duo «Acht ab acht» reichte eine Satire-Petition zur Umbenennung der Beiz ein – schliesslich sei das Gebäude gar nicht schief.

Die Petitionskommission beschloss im Juni, die Petition nicht entgegenzunehmen, da die Geschäftsordnung des Grossen Rats besagt, dass sie Eingaben mit «offensichtlich abwegigem Inhalt» mit einer knappen Antwort selbst erledigen kann.

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