Bauernhausmalerei im Appenzeller Volkskunde-Museum

Das Appenzeller Volkskunde-Museum im ausserrhodischen Stein zeigt in einer Sonderausstellung Bauernmalerei aus der Sammlung Hans Loppacher. Im Vordergrund stehen Häuser-Porträts von Johann Jakob Heuscher (1898-1901).

Dieser Inhalt wurde am 09. August 2000 - 09:13 publiziert

Die Sammlung umfasst Bilder von Johannes Müller, Johann Jakob Heuscher, Franz-Anton Haim, Johannes Zülle, Anna Barbara Aemisegger- Giezendanner, Johann Baptist Zeller, Ulrich Knechtli, Hermann Knechtle, Ulrich Martinelli, Johannes Rotach, Johannes Blatter und Fritz Frischknecht.

Herausragende Werke

Der 1999 verstorbene Herisauer Hans Loppacher habe zum Teil herausragende Werke der Bauernmalerei gesammelt, attestiert der Custos der Stiftung für appenzellische Volkskunde, Marcel Zünd.

Eines der einzigartigen Werke der Appenzeller Bauernmalerei ist das 1898 von Johann Jakob Heuscher gemalte Bild "Gasthaus zum Rossbüchel". Aussergewöhnlich ist schon das unüblich grosse Format von 72 auf 52 Zentimeter. Johann Jakob Heuscher (1843-1901) gilt als der grosse Häuser- Porträtist der Appenzeller Bauernmalerei. Schon sein erstes bekanntes Bild von 1864 zeigt ein Bauernhaus mit Kühen. Der Spezialität Häuser-Porträt blieb Heuscher sein Leben lang treu.

Er zog im Land umher und bot Bauern und Wirten an, gegen wenig Entgelt ihre Höfe und Wirtschaften zu malen. Mit seinen Ansichten von Häusern hat er innerhalb der Appenzeller Bauernmalerei einen ganz eigenen Bildertypus geschaffen. Statt - wie heute - Fotos von ihren Liegenschaften zu machen, liessen die Hausbesitzer ihre Häuser von Heuscher malen.

Notiz: Appenzeller Volkskunde-Museum, Stein AR. Öffnungszeiten: Sonntag: 10.00 bis 18.00, Montag 13.30 - 17.00, Dienstag bis Samstag 10.00 bis 12.00 und 13.30 bis 17.00 Uhr.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen