Bergungsarbeiten nach Zugunglück in Spanien gehen weiter
Nach dem schweren Zugunglück mit Dutzenden Toten in Spanien gehen die Bergungsarbeiten weiter. Mit Hilfe dreier grosser Kräne seien Rettungsteams auch die Nacht über im Einsatz gewesen, um nach möglichen weiteren Opfern in den zerstörten Waggons zu suchen, berichtete der staatliche Radiosender RNE von der Unglücksstelle. Diese befindet sich in der Provinz Toledo, rund 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Madrid.
Suche nach Opfern noch im Mittelpunkt
(Keystone-SDA) Die Polizei habe das Gebiet weiträumig abgesperrt. In der Nacht sei es mit Temperaturen um die acht Grad recht kühl gewesen. Noch gehe es darum, nach möglichen weiteren Opfern zu suchen und betroffene Angehörige zu versorgen, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes dem Sender. In einer zweiten Phase werde es darum gehen, die Toten zu identifizieren.
Bei dem Unglück am Mittwochmorgen waren mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden, als nahe der Gemeinde Urda zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammenstiessen. Ein Zug der staatlichen Gesellschaft Renfe fuhr dabei von hinten auf einen stehenden Zug des privaten Bahnunternehmens Iryo auf.
Die Unglücksursache ist noch unklar. Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente deutete jedoch auf mögliches menschliches Versagen hin. Das Unglück sei auf eine «unerklärliche» und «falsche» Entscheidung der Bahnleitstelle zurückzuführen.
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