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Berner Gemeinderat will Idee eines Kreislaufhauses prüfen

Keystone-SDA

Nach dem Willen zweier GFL-Stadtratsmitglieder soll in Bern ein sogenanntes Kreislaufhaus entstehen. Dort könnten die bisher räumlich verstreuten Aktivitäten im Bereich der Kreislaufwirtschaft konzentriert werden. Der Gemeinderat will den Vorstoss in der unverbindlicheren Form eines Postulats prüfen.

(Keystone-SDA) Die Stadtratsmitglieder Tanja Miljanović und Christoph Leuppi (beide GFL) haben dazu zwei Vorstösse eingereicht. Ein Postulat verlangt vom Gemeinderat die vertiefte Prüfung, wie ein solches Kompetenzzentrum aufgebaut werden könnte. Als Vorbilder nennen die beiden Stadtratsmitglieder Initiativen wie das Projekt «Josy alles ausser neu» in Zürich oder das weltweite Pionier-Recycling-Einkaufszentrum Retuna in Schweden.

Das Kreislaufhaus soll neben Reallaboren, Wissenstransfer und Entwicklungsflächen für Start-ups auch Repair- und Upcycling-Werkstätten für die Bevölkerung bieten.

Gemeinderat bremst bei Standort Ausserholligen

Besonders im Fokus steht der Entwicklungsschwerpunkt Ausserholligen und mit ihm ein Areal von Energie Wasser Bern (EWB). Eine begleitende Motion forderte unverzügliche Verhandlungen mit EWB, um dort freie Flächen für das Projekt zu sichern.

Der Berner Gemeinderat begrüsst die Idee eines Kreislaufhauses in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort grundsätzlich. Er verweist auf die eigenen Strategien zur ressourcenschonenden Wirtschaft.

Den konkreten Standortantrag für das EWB-Areal beurteilt die Exekutive derzeit jedoch zurückhaltend: Der Grossteil der ungenutzten 20’000 Quadratmeter Nutzfläche befinde sich in den oberen Geschossen des geplanten Büroturms A. Diese Flächen seien wegen hoher Mietpreise und schlechterer Zugänglichkeit für ein öffentliches Kreislaufhaus ungeeignet.

Chancen sieht die Stadtbehörde allenfalls in den Sockelgeschossen der Wohnbauten (Türme B und C) der Wohnbaugenossenschaft Viadukt, die ab 2031 bezugsbereit sein könnten. Der Gemeinderat beantragt deshalb die Ablehnung der Motion, ist aber bereit, das Anliegen als Postulat entgegenzunehmen, um das Konzept und die Raumbedürfnisse vertieft abzuklären. Das Parlament wird noch über die beiden Vorstösse entscheiden.

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