Bund reaktiviert Asylunterkunft in Niederscherli
Weil die Asylgesuche saisonal leicht ansteigen, hat das Staatssekretariat für Migration (SEM) die Zahl der Unterbringungsplätze in Bundesasylzentren vorübergehend erhöht. Es nimmt deshalb die Zivilschutzanlage in Niederscherli ab Mitte November wieder in Betrieb.
(Keystone-SDA) Zwar steigen die Asylgesuche leicht an, die Gesamtzahl liegt aber weiterhin deutlich unter jener des Vorjahrs, wie das SEM in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.
Die Anlage in Niederscherli in der Gemeinde Köniz verfügt über 120 Betten und soll primär Schutzsuchende aus der Ukraine aufnehmen. Bei Bedarf können zusätzliche Plätze durch Verdichtungen in bestehenden Bundesasylzentren geschaffen werden. Dies alles geschehe in Absprache mit den Gemeinden.
Sobald die Zahl der Asylgesuche wieder sinkt, wird die Zivilschutzanlage Niederscherli erneut stillgelegt. Weitere zusätzliche Unterkünfte sind aktuell nicht geplant.
Die im Juni 2026 stillgelegten sechs Bundesasylzentren bleiben, sofern sich die Gesuchszahlen wie erwartet entwickeln, bis mindestens im Sommer 2027 geschlossen.