Camille Rast macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt
Als Kind hat Skitalent Camille Rast stets zwei lange Zöpfe getragen. Das hat ihr den Namen "Fifi Brindacier", französisch für "Pippi Langstrumpf", eingebracht. Wie viel Pippi heute noch in Rast steckt, verrät sie in einem Interview.
(Keystone-SDA) Wie Pippi Langstrumpf überschaut auch Camille Rast bereits einen erheblichen Silber- und Goldschatz: Als Ski-Weltmeisterin und Olympia-Silbergewinnerin glänzt die 26-Jährige derzeit in ihrer Disziplin Slalom. Und es gibt noch mehr Parallelen zwischen der Kinderheldin und dem Schweizer Skitalent – das jedenfalls liess ihr Interview mit dem «Tages-Anzeiger» vermuten.
Rast wuchs als Einzelkind auf. Bei ihr hiessen die Nachbarskinder aber nicht Tommi und Annika, sondern Mélanie Meillard: Seit Meillard mit sieben Jahren ins Wallis zog, verbindet Beide der gemeinsame Weg in den Ski-Weltcup. Was als Rivalität begann, sei tiefe Freundschaft geworden, verrät Rast. Heute würden sich die beiden stets ein Zimmer teilen.
Statt Äffchen Nilsson und dem Pferd Kleiner Onkel wurde Rast viele Jahre treu vom Familienhund begleitet. Der Labrador habe ihr Gesellschaft geboten, wenn ihre Eltern bei der Arbeit gewesen seien, sagte Rast. Die Skifahrerin liebt alle Tiere – Pferde aber hätten einen besonderen Platz in ihrem Herzen. Nach ihrer Karriere würde Rast gerne ein eigenes Pferd kaufen, erzählte sie weiter.
Sowieso sagt die Nummer eins der Schweizer Skifahrerinnen genau, was sie denkt: Rast rede nichts schön und könne sich gut wehren, wenn es denn nötig sei, hiess es im Interview. So habe sie jüngst ein besseres Betreuungsangebot vom Verband Swiss Ski eingefordert.