Der Bundesrat hat an der Olma nicht immer Schwein gehabt
Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) eröffnet am Donnerstag die Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung (Olma) in St. Gallen. Nicht mehr wegzudenken ist dabei das Foto mit einem Säuli.
(Keystone-SDA) Es gehört zum Ritual jeder Olma-Eröffnung: Eine Bundesrätin oder ein Bundesrat hält eine Rede, macht einen Rundgang durch das Messegelände und bekommt als Höhepunkt – und ikonisches Fotosujet – ein Ferkel in den Arm gedrückt.
In den früheren Jahren konnte es jedoch auch mal ein anderes Tier sein, wie der Blick in die Vergangenheit zeigt. Bundesrat Roger Bonvin (CVP, heute Die Mitte) liess sich zum Olma-Auftakt im Jahr 1970 mit einem Kaninchen ablichten. Bei Hans-Peter Tschudi (SP) war es 1962 beispielsweise ein Lamm.
Später hat es sich eingebürgert, dass der hohe Besuch aus Bern immer ein Säuli hält. Im vergangenen Jahr beim Besuch der damaligen Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter (FDP) hiess das Ferkel Paola, benannt nach der St. Galler Sängerin und Moderatorin Paola Felix.
2012 musste das quietschende Tierchen vor lauter Aufregung in den Armen von Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) pinkeln. Sie nahm es gelassen.
Die Olma findet seit 1943 statt und gilt als grösste Publikumsmesse der Schweiz. Ihr Stellenwert veranlasste den Bundesrat später, sich den Eröffnungsbesuch als obligatorisch zu erklären. 2014 wurde dieser Agendaeintrag wieder aus dem Pflichtenheft gestrichen. Die bundesrätliche Reise in die Ostschweiz ist seither freiwillig. «Dennoch erscheinen die Bundesräte weiterhin gerne in St. Gallen», halten die Olma-Messen auf ihrer Website fest.
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