Dutzende Tote und Verletzte bei Huthi-Angriff im Jemen
Bei einem Raketenangriff der Huthi-Miliz im Jemen sind Dutzende Soldaten der international anerkannten Regierung getötet oder verletzt worden. Aus Militärkreisen hiess es, mehr als 30 Soldaten seien getötet oder verletzt worden. Über die genaue Zahl der Opfer herrschte aber zunächst Unklarheit.
(Keystone-SDA) Ein Armeesprecher teilte mit, die Huthi hätten ein Trainingslager für Polizei- und Sicherheitskräfte in der südlichen Provinz Schabwa mit drei Raketen angegriffen. Die Huthi-Rebellen bekannten sich zu dem Angriff und teilten mit, der Angriff habe saudischen Truppen in dem Gebiet gegolten.
«Die Angriffe werden den Staat nicht davon abhalten, Bürger zu schützen und staatliche Institutionen wiederherzustellen», teilte Raschad al-Alimi, Vorsitzender des Präsidialen Führungsrats, der Nachrichtenagentur Saba zufolge mit. In sozialen Medien kursierten Videos, die Szenen nach dem Angriff zeigen sollen. Darin sind zahlreiche Leichen zu sehen.
Der Bürgerkrieg im Jemen ist im Zuge des Iran-Kriegs neu entflammt. Die vom Iran unterstützten Huthi nahmen bei einer Offensive weite Teile der Westküste am Roten Meer ein und rückten auch in anderen Provinzen vor. Die Regierung versucht mit Hilfe verbündeter Milizen und Saudi-Arabiens, die Rebellen zurückzudrängen. Die Huthi griffen auch die wichtige Hafenstadt Aden im Süden sowie Ziele in Saudi-Arabien an, wo es unter anderem am Flughafen Riad Tote und Verletzte gab.