Extrem dünne Models kehren auf den Laufsteg zurück
Sie sei erstens zu alt und zweitens zu dick - so lautet das Fazit von Model und Unternehmerin Manuela Frey. Die 29-Jährige kehrte erst kürzlich von einem Casting in New York zurück.
(Keystone-SDA) Heute hätte sie als Model keine Chance mehr, sagte sie. Frey war 15 Jahre alt, als sie auf dem Laufsteg international Karriere machte.
Nach 63 Modeschauen und drei Staffeln «Switzerlands Next Topmodel» möchte sie heute jungen Talenten dabei helfen, einen sicheren Weg in die Branche zu finden. Bei ihrem Aufenthalt in New York habe sie ein Mädchen gesehen, das den Weg zum nächsten Casting suchte.
Frey hilft gerne. Damals, vor mehr als zehn Jahren, sei sie auch ganz allein in der grossen Stadt unterwegs gewesen und von einem Casting zum nächsten gelaufen. «Man wird in dieser Branche ins kalte Wasser geworfen», erzählte Frey im «Focus»-Gespräch bei SRF. Sie habe früh lernen müssen, mit Absagen und Selbstzweifeln umzugehen.
In den letzten Jahren sei der Druck, auf dem Laufsteg extrem dünn sein zu müssen, wieder gestiegen. Vor einigen Jahren noch hatten die Zeichen in eine andere Richtung gedeutet: «Es war toll, als man in den letzten fünf Jahren auf den Laufstegen Diversität gesehen hat, Plus Size, People of Color», sagte Frey.
Heute gehe es auf dem Runway wieder zurück zu extrem dünnen Models.