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Fast 40 Prozent weniger neue ausländische Studierende an Uni Bern

Keystone-SDA

Die Zahl der im aktuellen Herbstsemester an der Universität Bern neu immatrikulierten Personen aus dem Ausland ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 40 Prozent eingebrochen. Nach einem Beschluss des Grossen Rates im Jahr 2024 müssen diese neu dreimal höhere Semestergebühren bezahlen.

(Keystone-SDA) Die Gebühr für ausländische Studierende setzte der Rat auf 2550 Franken fest. Er erhöhte aber auch die Gebühren für inländische Studierende der Uni Bern und der Berner Fachhochschule (BFH): von 750 auf 850 Franken ab dem aktuellen Herbstsemester. Von den Massnahmen versprach sich der Rat einen Beitrag an die steigenden Kosten. Studierende protestierten vor dem Rathaus.

Der vom Rat erhoffte Effekt fiel nun aber eher bescheiden aus, wie eine am Montag veröffentlichte Antwort des Regierungsrats auf einen Vorstoss aus den Reihen der Grünen und der SP zeigt. Die Uni schätzt die zusätzlichen Mehreinnahmen durch ausländische Studierende auf 278’400 Franken. Derweil ging im aktuellen Herbstsemester die Zahl der aus dem Ausland neu immatrikulierten Personen um 37,6 Prozent zurück. Das entspricht einem Rückgang von 105 Personen.

Bei der BFH gingen die Neuimmatrikulationen aus dem Ausland um 4,7 Prozent zurück (-11 Personen). Sie rechnet mit Mehreinnahmen von 355’200 Franken.

Uni und BFH auch für Schweizer teuer

Die Uni Bern und die BFH verlangen gemäss der Regierung bei Bildungsausländerinnen und -ausländern schweizweit die höchsten Studiengebühren aller vergleichbaren Konkurrenzhochschulen.

Es sei davon auszugehen, dass diese Gebühren «teilweise eine abschreckende Wirkung haben werden» und ein Teil der Mehreinnahmen aus höheren Gebühren durch einen Rückgang an Studierenden aufgewogen werde. Die verlangten Gebühren seien aber «bei weitem nicht kostendeckend».

Bei den Semestergebühren von 850 Franken für inländische Studierende bewegen sich die Uni Bern und die BFH «im oberen Drittel» im Vergleich zur Konkurrenz, wie die Regierung weiter schreibt. Wählten Studierende einen ähnlichen Studiengang an einer anderen Schweizer Hochschule, könnten sie bis zu 130 Franken pro Semester sparen.

Das sei kein entscheidender, aber möglicherweise ein wahrnehmbarer Wettbewerbsnachteil.

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