Geld für neue Strasse nach Erdrutschen in Schwanden GL zugesichert
Der Kanton Glarus hat einen Beitrag für die neue Niderentalstrasse in Schwanden GL zugesichert. Die ursprüngliche Strasse wurde durch einen Erdrutsch zerstört und ist aus Sicherheitsgründen nicht wiederherstellbar. Das Niederental ist seit 2023 nur provisorisch und stark eingeschränkt erreichbar.
(Keystone-SDA) Der Kantonsbeitrag werde zusammen mit der Bundeshilfe 80 Prozent der beitragsberechtigten Kosten decken, teilte der Glarner Regierungsrat am Dienstag mit. Der Anteil des Kantons belaufe sich dabei auf rund 1,47 Millionen Franken. 64 Prozent der Kosten – 5,89 Millionen Franken – zahlt der Bund und 1,84 Millionen Franken muss die Gemeinde selber tragen. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 9,2 Millionen Franken.
Damals im August 2023 hatten sich auf einer Länge von 400 Metern Erdmassen bei der Wagenrunse in Schwanden GL gelöst. Zweieinhalb Stunden später folgte ein zweiter Erdrutsch. Insgesamt 30’000 Kubikmeter Schlamm verschütteten zahlreiche Häuser. 46 Personen verloren ihr Zuhause. Verletzt wurde niemand.
Die Niederentalstrasse wurde dabei ebenfalls komplett zerstört. Vorangegangene Rutschungen verursachten bereits Schäden an der Strasse. Geologische Gutachten hatten danach eine Wiederherstellung des alten Strassenverlaufs ausgeschlossen. Die neue, rund 950 Meter lange Strecke führt nun via Chatzenrittwald. Die Bauarbeiten sollen anfangs Mai 2026 beginnen. Die Fertigstellung der neuen Strasse ist für das Jahr 2028 vorgesehen.
Die Erdrutsche bei der Wagenrunse zählen zu den teuersten Einzelereignissen der Schweiz. Alleine für die Gemeinde ist eine Schadenssumme von über 18 Millionen Franken entstanden – die Kosten für die neue Strasse noch nicht eingerechnet.