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Gemeinde Brienz kann Unwetter-Betroffenen Land abkaufen

Keystone-SDA

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Brienz im Berner Oberland stehen mit einem Ja-Anteil von 84 Prozent hinter dem Landkauf beim Milibach. Nach dem Unwetter vom Sommer 2024 will die Gemeinde Betroffenen ihr Land abkaufen, um ihnen einen Neustart an einem anderen Ort zu ermöglichen.

(Keystone-SDA) Die Brienzerinnen und Brienzer sprachen zu diesem Zweck einen Rahmenkredit in der Höhe von 950’000 Franken. 1061 Personen stimmten dafür, 204 waren dagegen. Die Stimmbeteiligung betrug 56,1 Prozent, wie die Gemeinde am Sonntag mitteilte.

Die Gemeinde kann somit unwetterbetroffenen Grundstückeigentümern ihr Land abkaufen, sofern ein Wiederaufbau vorerst nicht möglich ist. Zur Diskussion steht dies bei vier bis sechs Parteien, wie Gemeindepräsident Bernhard Fuchs auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Aufgrund der komplexen Situation hätten noch nicht alle Betroffenen definitiv entschieden.

Nach Umsetzung eines künftigen Wasserbauprojekts will die Gemeinde das Land wieder als Bauland verkaufen – sofern sie es nicht für eigene Vorhaben nutzt, etwa für Erschliessungsanlagen. Vorgesehen ist, dass der Unterlauf des Bachs nach Westen in weniger bebautes Gebiet verlegt wird. Im Herbst soll das entsprechende Vorprojekt vorliegen.

Brienz wurde im August 2024 von einem heftigen Gewitter heimgesucht. Der Milibach überschwemmte Teile des Dorfes, 70 Menschen mussten evakuiert werden. Schlamm und Geröll türmten sich meterhoch. An Gebäuden und Infrastrukturen entstanden grosse Schäden.

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