Holzstier Max soll bei Beitragsgesuchen gleich behandelt werden
Der Urner Landrat hat am Mittwoch nach längerer Diskussion einen Vorstoss gegen weitere öffentliche Gelder für den Holzstier "Max" bei einer Enthaltung mit null zu 55 Stimmen abgelehnt. Ein allfälliges neues Gesuch soll nach den gleichen Kriterien wie bei anderen Projekten geprüft werden.
(Keystone-SDA) Landrat Oliver Gisler (Mitte) hatte in einer Parlamentarischen Empfehlung erklärt, der Verein «Max der Uristier» habe stets von einer privaten Initiative gesprochen, für die keine kantonalen Mittel erforderlich seien. Mancher Gewerbler frage sich nun, wie man ohne belastbaren Businessplan zu so viel Geld komme. Zudem habe es der Verein verpasst, die Bevölkerung einzubinden und aufzuzeigen, wie Max «ein Aushängeschild» über den Kanton hinaus werden könne.
Gisler verlangte in seinem Vorstoss deswegen, dass keine weiteren kantonalen Gelder aus den Töpfen der Neuen Regionalpolitik (NRP) für den Holzstier eingesetzt werden. Am Mittwoch hielt er trotz kritischer Worte nicht daran fest, dass der Vorstoss überwiesen wird. Als Grund gab der Altdorfer an, dass andere Projekte im NRP-Verfahren darunter «leiden» könnten oder es zu einer Praxisänderung bei den NRP-Projekten führe.
Keine Vorurteile oder Vorfestlegungen
Stellvertretend für mehrere Voten sagte Luzia Gisler (GLP), ein künftiges Gesuch solle «genau gleich» behandelt werden wie andere NRP-Projekte. «Weder mit Vorschusslorbeeren noch mit einem vorsorglichen Fütterungsverbot», sagte sie. Ähnlich argumentierte SVP-Landrat Walter Furrer. Nicht die Sympathie für ein Projekt sei entscheidend, sondern ob es die Voraussetzungen erfülle. «Alles andere wäre willkürlich.» Es gab auch Wortmeldungen, die dafür plädierten, den Fokus nun auf andere wichtige Geschäfte im Kanton zu legen.
Die Regierung lehnte die Forderung der Parlamentarischen Empfehlung ebenso ab. Es sei nicht «sachgerecht», ein allfällig weiteres Gesuch aus dem NRP-Topf bereits heute auszuschliessen, schrieb sie in ihrer Antwort. Ein Folgegesuch würde sie nach denselben Kriterien prüfen wie jedes andere NRP-Gesuch, sagte Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind (Mitte).
Der für das eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2025 in Mollis GL gefertigte Holzmuni soll auf dem Nätschen bei Andermatt zur begehbaren Attraktion werden. Der Baustart kann frühestens im Frühling 2027 erfolgen.