HT5 will nach Fusion mit Centiel nach Lugano ziehen
Die aus dem Milchverarbeiter Hochdorf hervorgegangene Beteiligungsgesellschaft HT5 hat den Fusionsvertrag mit dem Tessiner Notstromspezialisten Centiel SA abgeschlossen. Geplant ist, dass die Firma in Centiel AG umbenannt wird und diese den Sitz nach Lugano verlegt.
(Keystone-SDA) Dies beantragt HT5 der Generalversammlung vom 13. April 2026, welche die Fusion beschliessen soll, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vollzogen werden soll der Zusammenschluss am 16. April.
Wie bereits früher kommuniziert, wird Centiel mit einem Eigenkapitalwert von 125 Millionen Franken bewertet und HT5 mit 2,04 Franken je Anteilsschein. Ergänzend beabsichtigt HT5 gemäss Mitteilung eine ordentliche Barkapitalerhöhung durch Ausgabe von bis zu 3,9 Millionen Namenaktien.
Anteile des Gründerteams würden zudem einen Teil ihrer Aktien am Markt platzieren, um den Streubesitz zu erhöhen. Die neu auszugebenden Aktien sollen zum Angebotspreis von 2,04 Franken bei institutionellen Investoren platziert werden. Es gebe bereits verbindliche Zusagen, welche den gesamten Betrag abdeckten, hiess es.
Zudem hätten sich die Verwaltungsräte Gregor Greber, Christopher Detweiler und Andreas Leutenegger verpflichtet, weitere 4 Millionen Aktien zu ebenfalls 2,04 Franken das Stück fix zu übernehmen. Diese Anteile seien nicht Teil der Marktplatzierung, teilte HT5 mit.
HT5 ist die Börsenhülle der ehemaligen Hochdorf-Gruppe. In diese leere Hülle schlüpft nun Centiel – und umgeht so den aufwendigen Weg eines klassischen Börsengangs. Es kommt also zu einem sogenannten Reverse Takeover. Centiel ist auf Stromausfallschutz spezialisiert und in mehr als 60 Ländern vertreten.